Elon Musk (55) hat den brutalen Film „Citizen Vigilante“ des deutschen Regisseurs Uwe Boll (61) auf seiner Plattform X gestreamt, nachdem die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) in Deutschland die Altersfreigabe verweigert hatte. Der Action-Thriller wurde innerhalb von 48 Stunden von mindestens zehn Millionen Menschen aufgerufen und mehr als 40.000 Mal geteilt.
FSK verweigert Freigabe für „Citizen Vigilante“
In Deutschland erhielt der Film zweimal keine Altersfreigabe, was eine Kino- oder Streamingveröffentlichung unmöglich macht. Die FSK begründete dies damit, dass der Film Selbstjustiz fördere. Boll kritisierte die Entscheidung scharf und sprach gegenüber dem Portal „Tichys Einblick“ von Zensur. Er sagte: „Mein Film wird abgelehnt, weil er eine Realität zeigt, die sie nicht akzeptieren wollen: die Realität, dass Masseneinwanderung aus überwiegend islamischen Ländern die Sicherheitslage in Deutschland massiv verschlechtert hat.“
Musk stellt Film auf X online
Tech-Milliardär Elon Musk, der X als freien Debattenraum sieht, teilte am 26. Juni die komplette Filmfassung auf seinem Account. Der Stream war 48 Stunden lang ohne Altersbeschränkung verfügbar. Musk erklärte, er freue sich auf eine Fortsetzung. Boll wandte sich in einem Video an US-Präsident Donald Trump und bot eine Fortsetzung an.
Inhalt und Kontroversen
Der Film zeigt den US-Armee-Veteranen Armie Hammer, der nach Europa zieht und dort Selbstjustiz übt, weil Migranten schwere Straftaten begehen und der Staat nicht eingreift. In einer Szene löscht die Hauptfigur eine syrische Familie aus. Kritiker bezeichneten den Film als „moralisch bankrott“ und „faschistisch“. Das Magazin „Variety“ nannte ihn „erstaunlich schlecht“. Hauptdarsteller Armie Hammer selbst ist umstritten: 2021 wurde er von drei Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, zudem gab es Vorwürfe eines Kannibalismus-Fetischs. Hammer bestritt die Anschuldigungen, und die Staatsanwaltschaft Los Angeles erhob keine Anklage.
Kommerzieller Erfolg trotz Verbots
In den USA startete der Film am 19. Juni und entwickelte sich im rechten politischen Spektrum zum Erfolg. Nach Angaben Bolls spielte er bereits rund 600.000 Dollar seines Budgets von zwei Millionen Dollar wieder ein. Der Film ist Hammers bislang größter kommerzieller Erfolg und sein zweiter Film seit seiner Hollywood-Rückkehr im vergangenen Jahr.



