Es gehört zum Charme der Minions, dass sie wahnsinnig süß, knubbelig und verpeilt sind – aber eigentlich immer auf der bösen Seite der Geschichte stehen wollen. Der Name „Minions“ bedeutet so viel wie „Schergen“ oder „Erfüllungsgehilfen“, und das wollen sie seit ihrem ersten Auftritt im Animationsfilm „Ich – Einfach unverbesserlich“ auch sein: immer dem bösartigsten Bösewicht zu Diensten. So haben sie zum Beispiel schon Dracula oder Napoleon gedient. Nur bei einem Superschurken haben sie offenbar eine Grenze gezogen: Adolf Hitler.
Regisseur stellt klar: Keine NS-Vergangenheit
Das klärte der Regisseur des neuesten Films „Minions & Monster“, Pierre Coffin, kürzlich im Gespräch mit der Website „Polygon“ auf. Die stellte ihm drei Fragen: Wie pflanzen Minions sich fort? Können Minions sterben? Und was haben die gelben Kerle eigentlich zwischen 1933 und 1945 gemacht?
Die ersten beiden Fragen konnte Coffin leicht klären. Niemand wisse genau, wie Minions entstünden, und offenbar seien sie auch kaum zu töten. „Wir haben es mehrmals versucht, aber sie kommen immer wieder lebend zurück“, sagte der Regisseur.
Fantheorie widerlegt
Die dritte Frage gründet auf einer Fantheorie. Denn im ersten Minions-Film sieht man zwar, dass sie die Jahre von 1812 bis 1968 in einer Höhle verbracht haben. Allerdings werden im neuen Film andere Minions-Stämme eingeführt. Damit scheint wieder möglich, dass sich eine Gruppe aufgemacht hat, um sich dem ultimativen Schurken des 20. Jahrhunderts anzudienen.
„Ich wusste, dass ihr mich das fragt“, sagte Coffin. „Schämt euch!“ Nach einigem Hin und Her erklärte er, dass auch die Minions aus dem neuen Film nicht in der „großen Geschichte“ mitgemischt hätten. Im aktuellen Film geht es jedenfalls nicht um Nazis, sondern um Monster, die die Minions aus Versehen in die Welt bringen, weil sie einen Monsterfilm drehen wollen.
Offene Fragen für die Zukunft
Wenn die Serie mit den gelben Kerlen weitergeht, könnte die Frage natürlich irgendwann doch noch beantwortet werden. Bis dahin bleibt es dabei: Die Minions haben niemals für Hitler gearbeitet – so der klare Stand des Regisseurs.



