Diplomatischer Eklat: Meloni kontert Trumps Foto-Vorwurf scharf
Meloni kontert Trumps Foto-Vorwurf scharf

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und US-Präsident Donald Trump liefern sich einen öffentlichen Schlagabtausch. Auslöser ist Trumps Behauptung, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel um ein Foto angefleht – was die Italienerin bereits zuvor strikt zurückgewiesen und als „völlig erfunden“ bezeichnet hatte.

Trump greift Meloni an – sie kontert auf Instagram

Trump warf Meloni auf seiner Plattform Truth Social vor, sie habe die USA im Vorgehen gegen den Iran nicht unterstützt. „Sie gestattete uns nicht einmal die Nutzung italienischer Landebahnen – ein erheblicher logistischer Nachteil“, schrieb der Republikaner. Zudem behauptete er, Meloni wolle nun „wieder Freundschaft schließen, um ihre Umfragewerte zu verbessern“ – gefolgt von einem „Nein danke!!!“.

Meloni konterte auf Instagram: „Meine Beliebtheit geht dich nichts an.“ Trump solle sich lieber auf seine eigene konzentrieren. Sie betonte, die Nutzung amerikanischer Militärbasen in Italien sei Vereinbarungen unterworfen, die sie als Ministerpräsidentin nicht verletzen könne. „Italien bleibt eine souveräne Nation.“

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Italiens Außenminister sagt USA-Besuch ab

Italiens Außenminister Antonio Tajani reagierte auf die „schweren und beleidigenden“ Worte Trumps und sagte einen geplanten Besuch in den USA ab. Meloni, die lange als Brückenbauerin zwischen Europa und den USA galt, hatte sich bereits zuvor von Trump distanziert. Nachdem Trump Papst Leo XIV. verbal attackiert hatte, bezeichnete Meloni dies als „inakzeptabel“.

Im Januar hatte sich Meloni nach Trumps Zollankündigungen gegen mehrere EU-Länder im Grönland-Konflikt vorsichtig distanziert. Im Iran-Krieg lehnte die 49-Jährige eine italienische Beteiligung an den amerikanisch-israelischen Angriffen ab. Italien verweigerte zudem mehreren US-Flugzeugen die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien für den Krieg gegen den Iran.

Meloni: Einheit des Westens bewahren

Meloni kündigte am Sonntag an, nicht weiter auf das Foto-Thema einzugehen, „da ich nach wie vor an die Einheit des Westens glaube und nicht der Meinung bin, dass dies ein Schauspiel ist, das unserer Aufgabe gerecht wird.“

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