In seiner täglichen Kolumne für BILD wendet sich Harald Martenstein (72) direkt an US-Präsident Donald Trump. Er erinnert an die Verabredung, Trump über die Stimmung in Deutschland auf dem Laufenden zu halten. Martenstein stellt fest: „Die meisten hier glauben, dass Sie den Iran-Krieg schlicht und einfach verloren haben.“ Er fügt hinzu: „Shit happens. Selbst so extrem gut aussehende Präsidenten wie Sie verlieren auch mal Kriege.“
Vorwurf der Dummheit und fehlender Plan
Schlimmer als die militärische Niederlage sei jedoch, dass viele Deutsche Trump inzwischen für dumm hielten – nicht einmal für böse. „Dummheit bedeutet: Man tut etwas, ohne sich vorher ein paar Sekunden lang über die Folgen Gedanken zu machen“, schreibt Martenstein. Er kritisiert, dass Trump ausgerechnet die europäische Führerin Georgia Meloni, die sich lange am besten mit ihm verstanden habe, öffentlich mit Beleidigungen überschütte. Ihre Reaktion: „Ciao, bello.“ Viele hätten gedacht, Trump habe einen Plan. Martenstein fragt: „Sie haben keinen, oder?“
Vergleich mit Joe Biden
Martenstein berichtet von Deutschen, die ernsthaft sagen, es sei besser, wenn Joe Biden Präsident wäre. Auf seinen Einwand, Biden habe „null Durchblick“, hätten sie geantwortet: „Stimmt. Aber Biden würde immer genau das machen, was seine Frau ihm sagt. Und die fragt vorher ein paar Berater. Trump blickt auch nicht durch. Aber er hört auf absolut niemanden. Also wäre Biden besser.“
Ironischer Vorschlag: Melania regieren lassen
Zum Abschluss der Kolumne macht Martenstein einen ironischen Vorschlag: „Mister President, wenn Sie Melania regieren lassen, wird alles gut. Sie kriegen dann zum Nobelpreis noch den Friedenspreis des deutschen Buchhandels obendrauf. Don’t worry. Be happy.“



