Laschet verteidigt Treffen mit Schah-Sohn Pahlavi als relevanten Gesprächspartner
Laschet: Pahlavi ist relevanter Gesprächspartner für Iran

Laschet sieht in Schah-Sohn Pahlavi wichtigen Ansprechpartner für Iran-Fragen

Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat die geplanten politischen Gespräche mit dem Schah-Sohn Reza Pahlavi in Berlin ausdrücklich verteidigt. In einem Interview mit dem ARD-„Morgenmagazin“ betonte Laschet, dass Pahlavi für viele Iranerinnen und Iraner derzeit die einzige bekannte Alternative zum herrschenden Mullah-Regime darstelle. „Er ist das einzige Oppositionsgesicht, das man kennt. Und für viele Iraner ist das halt die Alternative erst einmal zum Mullah-Regime“, erklärte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag.

Persönliche Begegnung prägt positives Bild

Laschet, der Pahlavi bereits bei einem früheren Treffen in München kennengelernt hat, beschrieb den Exilpolitiker als „sehr abgewogenen Menschen“. Der Schah-Sohn sehe sich selbst nicht als dauerhaften Herrscher oder neuen Schah, sondern vielmehr als mögliche Übergangsperson. „Er selbst – ich habe ihn ja in München schon einmal getroffen – sieht sich so als Übergang, auch nicht als dauerhafter Herrscher, auch nicht als neuer Schah“, so Laschet. Pahlavi verfüge über wertvolle Einblicke in die aktuelle Lage im Iran und könne daher als relevanter Gesprächspartner wichtige Informationen liefern.

Kontroverse um geplante Gespräche

Die angekündigten Treffen sorgen jedoch für deutliche Kritik. Monarchistische Gruppen betrachten Pahlavi, der seit Jahrzehnten im Exil lebt, zwar als politischen Anführer der iranischen Opposition, doch sein tatsächlicher Rückhalt im Land gilt als unklar. Zudem geriet der Schah-Sohn wegen seiner Unterstützung für den Krieg der USA und Israels, der auch die iranische Zivilbevölkerung trifft, in Teilen der iranischen Gesellschaft im In- und Ausland in die Kritik. In Berlin waren parallel zu seinem Besuch Demonstrationen sowohl für als auch gegen Pahlavi angekündigt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Pahlavis Auftritt in der Bundespressekonferenz

Der iranische Exilpolitiker will am Vormittag in der Bundespressekonferenz über die aktuelle Situation im Iran sprechen. Offizielle Treffen mit deutschen Regierungsmitgliedern sind zwar nicht geplant, doch Pahlavi wird neben Laschet auch von Außenpolitikern anderer Fraktionen empfangen. Mit Beginn der Massenproteste im Iran im Januar hatte Pahlavi einen Machtwechsel gefordert und die iranischen Sicherheitskräfte zum Überlaufen aufgerufen.

Laschets Einschätzung zur politischen Rolle

Für Laschet bleibt die entscheidende Frage, wer einen möglichen Übergang im Iran einleiten könnte, falls das derzeitige Regime tatsächlich stürzen sollte – eine Entwicklung, die der CDU-Politiker momentan als schwieriger einschätzt als zu Beginn des Jahres. „Ich bin überzeugt, dass er eine Person sein kann, die einen Übergang leitet“, sagte Laschet über Pahlavi. Der Schah-Sohn habe nichts mit der Monarchie seines Vaters zu tun, die fast 40 Jahre zurückliege. Laschet glaubt, dass sich viele Menschen im Iran auf Reza Pahlavi als Übergangsfigure verständigen könnten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration