Jan Philipp Burgard übernimmt die neu geschaffene Position des Global Reporters bei Axel Springer. Mit Sitz in Tel Aviv wird er künftig die Berichterstattung über den Nahen Osten verantworten. Das teilte der Medienkonzern am Dienstag mit.
Karrierestationen: Von der ARD zur WELT
Burgard war bis Januar 2026 Chefredakteur der WELT-Gruppe und von 2021 bis 2026 zusätzlich Chefredakteur des Nachrichtensenders WELT TV. Zuvor berichtete er von 2017 bis 2021 als ARD-Korrespondent aus den USA. In dieser Zeit entstanden seine Bücher „Mensch, Amerika!“ und „Ausgeträumt, Amerika?“.
„Ich freue mich auf die neue Herausforderung, die komplexe Region Nahost für das Publikum verständlich zu machen“, sagte Burgard laut Mitteilung. „Die Erfahrungen aus Washington und die Arbeit bei WELT helfen mir dabei, die geopolitischen Verflechtungen einzuordnen.“
Neue Rolle: Fokus auf Analysen und Hintergründe
Als Global Reporter wird Burgard exklusive Analysen, Interviews und Hintergrundberichte aus dem Nahen Osten liefern. Seine Berichte sollen sowohl in den digitalen als auch in den Print- und TV-Angeboten von Axel Springer erscheinen. Der Konzern betont, dass die Position geschaffen wurde, um die Berichterstattung über die Region zu vertiefen.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte Burgard aus Gaza und von der Grenze zum Libanon berichtet. In einem Kommentar kritisierte er die Nahost-Politik von US-Präsident Donald Trump scharf: „Trump knickt vor den Mullahs ein“, schrieb er. Zudem berichtete er über die anhaltenden Kämpfe trotz Waffenruhe und die Lebensbedingungen in Israels gefährlichsten Orten.
Hintergrund: Burgards Expertise
Der gebürtige Saarländer ist seit mehr als 20 Jahren im Journalismus tätig. Nach Stationen beim Saarländischen Rundfunk und beim Westdeutschen Rundfunk wechselte er zur ARD, wo er unter anderem aus Washington berichtete. Seine Bücher über Amerika analysierten die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen unter Trump.
„Jan Philipp Burgard ist einer der erfahrensten Auslandsjournalisten Deutschlands“, lobte Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner. „Seine Expertise wird unsere Berichterstattung über den Nahen Osten auf ein neues Niveau heben.“



