Der Einspruch Belgiens gegen eine umstrittene Entscheidung der FIFA bei der Weltmeisterschaft 2026 ist abgelehnt worden. Dies bestätigte der Weltverband am Montagabend. Der deutsche Nationalspieler Mats Hummels reagierte mit deutlicher Kritik auf die Entwicklung und stellte die Frage in den Raum: „Was passiert, wenn Belgien heute rausgeht?“
Hummels: „Das ist Wettbewerbsverzerrung“
Hummels, der als Experte für einen TV-Sender tätig ist, nannte die Vorgänge in einer Live-Sendung „Wettbewerbsverzerrung“. Er bezog sich dabei auf ein Telefonat zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino, das Trump selbst eingeräumt hatte. „Wenn sich ein Ex-Präsident einmischt, dann ist das nicht mehr fair“, so Hummels.
Trump gibt Einmischung zu
Trump hatte zuvor öffentlich zugegeben, Infantino angerufen zu haben, um Einfluss auf WM-Entscheidungen zu nehmen. „Ich habe Infantino angerufen“, sagte Trump in einem Interview. Die FIFA bestätigte den Anruf, wies jedoch jede Einflussnahme zurück. Infantino selbst äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.
Reif rechnet ab: „Fantasie-Summen“ und „Heiße Luft“
Der bekannte Sportmoderator Marcel Reif kritisierte sowohl Trump als auch Infantino scharf. Er sprach von „Fantasie-Summen“ und „Heißer Luft“ und warf dem FIFA-Präsidenten vor, sich von Despoten umgeben zu lassen. „Alle Despoten haben eines gemeinsam: Sie wollen die Kontrolle“, so Reif.
Klopp-Brandrede gegen Trump und Infantino
Auch Jürgen Klopp meldete sich mit einer leidenschaftlichen Rede zu Wort. Unter dem Motto „Unser Spiel, nicht deren Spiel!“ wandte er sich gegen die Einmischung von Politikern und Funktionären. Klopp forderte mehr Transparenz und Demokratie im Weltfußball. Sein Vorschlag, die WM neu zu strukturieren, stieß jedoch auf Verwunderung bei einigen Experten.
Norwegen-Wahnsinn: Haaland zerlegt Brasilien
Unterdessen sorgte Erling Haaland für Schlagzeilen: Der norwegische Stürmer zerlegte Brasilien in einem Testspiel mit mehreren Toren. Norwegen gewann deutlich und untermauerte seine Ambitionen für die kommende WM. Derweil verhöhnte Infantino Italien, weil es erneut die WM-Qualifikation verpasst hatte.
Infantino verhöhnt Italien
In einer Pressekonferenz machte sich Infantino über die italienische Nationalmannschaft lustig: „Sie haben wieder keine WM gesehen. Vielleicht sollten sie sich mehr anstrengen.“ Die Aussagen sorgten für Empörung in Italien. Der italienische Verband forderte eine Entschuldigung.
Belgien vor dem Aus?
Für Belgien geht es nun um alles: Sollte die Mannschaft heute ausscheiden, wäre der Einspruch endgültig hinfällig. Hummels‘ Frage bleibt aktuell: „Was passiert, wenn Belgien heute rausgeht?“ Die Antwort könnte weitreichende Konsequenzen für die FIFA und den gesamten Turnierverlauf haben.



