Die FIFA hat die Beschwerde des belgischen Fußballverbands (RBFA) gegen die Spielberechtigung von US-Stürmer Folarin Balogun für das WM-Achtelfinale als unzulässig zurückgewiesen. Damit ist der 25-Jährige für die Partie in der Nacht von Montag auf Dienstag (2 Uhr, live in der ARD, Magenta und im BILD-Liveticker) spielberechtigt. Zuvor hatte der Fußball-Weltverband überraschend die Rotsperre des Angreifers auf Bewährung ausgesetzt.
Trumps Einmischung sorgt für Wirbel
Der Fall hatte eine politische Dimension erhalten, nachdem US-Präsident Donald Trump (80) bestätigte, dass er FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) persönlich um eine Überprüfung der Roten Karte gegen Balogun gebeten habe. „Ich habe lediglich um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht der Meinung bin, dass es ein Foul war“, sagte Trump im Oval Office. Infantino bestätigte das Gespräch, betonte jedoch, dass ausschließlich die unabhängigen FIFA-Justizorgane über den Fall entschieden hätten. Die Entscheidung der FIFA, die Beschwerde Belgiens abzuweisen, hat international für Diskussionen gesorgt.
Pochettino stellt Balogun wohl in die Startelf
US-Trainer Mauricio Pochettino (54) zeigte sich erfreut über die Entwicklung. „Es ist eine fantastische Entscheidung, nicht nur für uns, sondern für den Fußball“, sagte der Argentinier. „Man muss die Entscheidung feiern.“ Diese Aussage lässt darauf schließen, dass Pochettino seinen Schlüsselspieler, der im Turnier bereits drei Tore erzielte, von Beginn an bringen wird. Die offizielle Startaufstellung wird rund eineinhalb Stunden vor Anpfiff, also um 0:30 Uhr deutscher Zeit, erwartet.
Belgischer Verband droht mit weiteren Schritten
Der belgische Verband (RBFA) kündigte an, die Entscheidung nicht einfach hinzunehmen. „Die RBFA hat dem US-Verband mitgeteilt, dass sie die Spielberechtigung des Spielers anfechten wird, sollte dieser auf dem Spielberichtsbogen des Schiedsrichters aufgeführt sein. Damit bleiben alle weiteren Schritte offen“, hieß es in einer Stellungnahme. Belgien sieht einen Verstoß gegen FIFA-Regeln und erwägt rechtliche Schritte. Der Eklat überschattet die sportliche Vorbereitung auf das Achtelfinale, in dem die USA als Außenseiter gegen den Gruppenfavoriten Belgien antreten.



