Atlanta — Das WM-Aus Ägyptens sorgt weiter für mächtig Ärger. Nach der 2:3-Niederlage im Achtelfinale gegen Argentinien tobt der ägyptische Fußballverband und gibt dem Schiedsrichter eine Riesen-Mitschuld am Ausscheiden. Der Verband hat deshalb Beschwerde bei der Fifa eingelegt und fordert eine Untersuchung der Entscheidungen des französischen Schiedsrichters François Letexier und seines Teams.
Formelle Beschwerde gegen Schiedsrichterteam
Laut offiziellen Quellen, die die Information gegenüber der spanischen Sporttageszeitung „Diario AS“ bestätigten, reichte Verbandspräsident Hany Abo Rida nach der Last-Minute-Niederlage gegen Argentinien eine formelle Beschwerde gegen Letexier und dessen Schiedsrichterteam ein. Aus Sicht des ägyptischen Fußballverbands spielte der Schiedsrichter eine „entscheidende Rolle“ beim Sieg Argentiniens. Der Verband fordert nicht nur eine Erklärung, sondern auch eine Untersuchung der aus seiner Sicht umstrittenen Entscheidungen, die gegen die Pharaonen ausgefallen seien.
Ausschluss des Schiedsrichterteams gefordert
Darüber hinaus beantragte der Verband offiziell, das französische Schiedsrichterteam wegen schwerwiegender Fehler vom restlichen Turnier auszuschließen. Nach ägyptischer Auffassung trugen Letexier und sein Team entscheidend zum Erfolg Argentiniens bei. Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan (59) erhob schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter und die Fifa: „Ich werde sagen, was ich denke – ganz gleich, welche Konsequenzen das hat. Das war ganz klar ein manipuliertes Spiel, und die ganze Welt hat das gesehen. Wir waren besser als der Weltmeister, aber das Ergebnis ist durch interne und externe Faktoren beeinflusst worden.“
Trainer Hassan mit schweren Vorwürfen
Weiter sagte Hassan: „Wenn sie unbedingt wollen, dass Argentinien gewinnt, warum lassen sie dann überhaupt alle anderen Mannschaften am Turnier teilnehmen? Die Argentinier haben Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt.“ Die Kontroverse entzündete sich an mehreren Entscheidungen während des Spiels gegen Lionel Messi und seine Argentinier. Ägypten lag zwischenzeitlich 2:0 in Führung, verlor jedoch noch mit 2:3.



