Dobrindt im SPIEGEL-Gespräch: „Merz muss mit dem zurechtkommen, was er hat“
Dobrindt: Merz muss mit dem zurechtkommen, was er hat

Alexander Dobrindt polarisiert als Innenminister: mal Scharfmacher, mal Mr. Nice Guy. Im SPIEGEL-Spitzengespräch mit Markus Feldenkirchen äußerte sich der CSU-Politiker am 30. April 2026 zur aktuellen Nervosität in der Koalition, seinem umstrittenen Migrationspakt und verriet seinen Kindheitshelden Winnetou. Dobrindt betonte, dass Friedrich Merz als Kanzlerkandidat der Union mit den gegebenen Umständen arbeiten müsse: „Merz muss mit dem zurechtkommen, was er hat.“ Das Gespräch beleuchtete die Herausforderungen der Regierungsarbeit und Dobrindts Rolle als Vermittler zwischen den Koalitionspartnern.

Koalitionsnervosität und Migrationspakt

Dobrindt räumte ein, dass die Stimmung in der Koalition angespannt sei. Er verwies auf den Migrationspakt, den er maßgeblich mitgestaltet habe, und verteidigte ihn als notwendigen Schritt zur Steuerung der Zuwanderung. Kritik an der Umsetzung wies er zurück und forderte mehr Geschlossenheit. „Wir müssen liefern, nicht nur streiten“, so Dobrindt.

Kindheitsheld Winnetou

Auf die Frage nach seinem Kindheitshelden antwortete Dobrindt überraschend: „Winnetou.“ Er erklärte, dass die Karl-May-Figur für ihn Werte wie Mut und Gerechtigkeit verkörpere. Diese persönliche Note lockerte das Gespräch auf und zeigte eine weniger bekannte Seite des Politikers.

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Reaktionen und Ausblick

Das Interview stieß auf breites Medienecho. Beobachter werteten Dobrindts Aussagen als Signal an die Koalitionspartner, mehr Pragmatismus zu zeigen. Der CSU-Politiker selbst kündigte an, sich weiterhin für eine konservative Wende in der Migrationspolitik einzusetzen. Das vollständige Gespräch ist in der SPIEGEL-TV-Mediathek abrufbar.

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