Bundeswehr übt Drohnenkrieg in Litauen: Kann sie mit der Ukraine mithalten?
Bundeswehr übt Drohnenkrieg in Litauen

Nur Fabians Augen lugen zwischen dem Helm und der tarnfarbenen Gesichtsmaske hervor. Sie fixieren den Steuerknüppel zwischen seinen Händen. Mit den Daumen bewegt er vorsichtig die Regler links und rechts. Ein schrilles Surren. Die Drohne, schwarz lackiert, vier Propeller, steigt senkrecht auf. So übt die Bundeswehr in Litauen den Ernstfall – und will beweisen, dass sie den Drohnenkampf beherrscht.

Drohnen als Gamechanger im Ukraine-Krieg

Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, dass Drohnen die Art der Kriegsführung revolutionieren. Sie dienen nicht nur der Aufklärung, sondern auch als präzise Waffensysteme. Die Bundeswehr zieht daraus Konsequenzen und passt ihre Ausbildung an. In Litauen trainieren Soldaten den Umgang mit verschiedenen Drohnentypen, von kleinen Aufklärungsdrohnen bis hin zu größeren Modellen, die mit Sprengstoff bestückt werden können.

Herausforderungen für die Bundeswehr

Allerdings offenbaren sich auch Schwächen. Viele Drohnen sind zivilen Ursprungs und müssen erst für militärische Zwecke umgerüstet werden. Zudem fehlt es an Fachpersonal, das die Geräte effektiv steuern und warten kann. „Wir müssen viel schneller lernen, sonst sind wir im Ernstfall nicht konkurrenzfähig“, zitiert der Tagesspiegel einen Ausbilder. Die Ukraine setzt bereits massiv auf Drohnen und hat damit Erfolge erzielt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vorbild Ukraine: Schnelle Anpassung an neue Technologien

Die ukrainischen Streitkräfte haben gezeigt, wie man mit handelsüblichen Drohnen feindliche Stellungen aufklärt und sogar angreift. Die Bundeswehr versucht, von dieser Erfahrung zu profitieren. In Litauen werden daher nicht nur Techniken geübt, sondern auch Taktiken entwickelt, um die Drohnen effizient einzusetzen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Abwehr feindlicher Drohnen – eine Fähigkeit, die im modernen Gefecht immer wichtiger wird.

Ausblick: Modernisierung der Bundeswehr

Die Übungen in Litauen sind Teil eines größeren Modernisierungsprozesses. Die Bundeswehr plant, ihre Drohnenflotte deutlich auszubauen und in neue Technologien zu investieren. Ob sie damit zur Ukraine aufschließen kann, bleibt abzuwarten. Klar ist: Der Drohnenkrieg hat die militärische Landschaft nachhaltig verändert, und die Bundeswehr muss Schritt halten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration