Umfrage-Hammer: AfD und BSW könnten CDU in Sachsen-Anhalt ablösen
Umfrage-Hammer: AfD und BSW könnten CDU ablösen

Eine neue Umfrage neun Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sorgt für politischen Sprengstoff: AfD und BSW hätten demnach eine reale Machtoption. Gemeinsam kommen beide Parteien auf 46 Prozent, während CDU, SPD und Linke lediglich 42 Prozent erreichen. Damit hätte niemand gegen AfD und BSW eine Regierungsmehrheit. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) könnte aus dem Amt gedrängt werden.

Umfrageergebnisse im Detail

Die AfD bleibt mit 41 Prozent stärkste Kraft, verliert jedoch im Vergleich zur Umfrage im Mai einen Prozentpunkt. Die CDU büßt ebenfalls einen Punkt ein und kommt nur noch auf 23 Prozent – der niedrigste Wert seit 2013. Im Juni 2025 lag die Union noch bei 34 Prozent. Die SPD verharrt bei sechs Prozent. Grüne und FDP kommen auf vier Prozent und würden aus dem Landtag fliegen. Die Linke bleibt stabil bei 13 Prozent.

BSW als Zünglein an der Waage

Den größten Paukenschlag liefert das BSW. Die von Sahra Wagenknecht gegründete Partei verbessert sich von vier auf fünf Prozent und käme damit erstmals in den Magdeburger Landtag. Dadurch ergibt sich eine völlig neue Ausgangslage: AfD und BSW kämen gemeinsam auf 46 Prozent, und niemand könnte gegen diese beiden Parteien regieren. Wagenknecht sagt zu BILD: „Das BSW kommt! Die Mehrheit der Bürger in Sachsen-Anhalt wünscht sich Veränderungen. Nur mit dem BSW im Landtag wird es eine Mehrheit zur Ablösung des CDU-Amtsinhabers geben.“

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AfD hält an eigenem Anspruch fest

Bei der AfD zeigt man sich zurückhaltend. Parteisprecher Patrick Harr erklärt zu BILD: „Unser Anspruch bleibt es, aus eigener Kraft heraus die Landesregierung zu stellen.“ Nach den aktuellen Zahlen erscheint dies jedoch unrealistisch. Seit dem ersten Umfrage-Hammer mit 39 Prozent im September 2025 liegt die AfD konstant bei Werten um die 40 Prozent.

Experte hält Kooperation für denkbar

Politologe Oliver Lembcke von der Universität Bochum hält ein Zusammengehen von AfD und BSW nach der Wahl für möglich. Zu BILD sagt er: „Man kann nicht ausschließen, dass das BSW die Gestaltungsmehrheit für die AfD herzustellen bereit ist. Die letzten Avancen von Wagenknecht deuten in diese Richtung.“ Wagenknecht selbst plant ab dem 19. August fünf Auftritte in Sachsen-Anhalt: in Halberstadt, Stendal, Dessau-Roßlau, Magdeburg und Halle.

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