Strafbefehl gegen Linkenpolitikerin Gökay Akbulut nach Zugstreit
Strafbefehl gegen Linkenpolitikerin Akbulut

Das Amtsgericht Stuttgart hat einen Strafbefehl gegen die Linken-Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut erlassen. Die Politikerin muss wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 430 Euro zahlen, insgesamt also 51.600 Euro. Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig; Akbulut hat Einspruch eingelegt, allerdings nur gegen die Höhe der einzelnen Tagessätze.

Hintergrund des Vorfalls

Die Auseinandersetzung ereignete sich im Januar 2025 in einem Zug von Heidelberg nach Stuttgart. Akbulut hatte auf Instagram zunächst berichtet, sie sei von einem Mann mit einer Bierflasche gegen den Kopf beworfen, rassistisch beleidigt und sexuell belästigt worden. Kurz darauf kamen Zweifel an ihrer Darstellung auf.

Laut SPIEGEL soll Akbulut Mitreisende als „Drecksfascho“ und „Loser“ beleidigt haben. In Sicherheitskreisen hieß es, sie habe eigene Provokationen und Tätlichkeiten bewusst ausgespart. Die Staatsanwaltschaft ermittelte daraufhin auch gegen die Politikerin.

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Rechtliche Schritte und Reaktionen

Der Strafbefehl umfasst den Vorwurf der versuchten gefährlichen Körperverletzung und Beleidigung. Akbulut hat Einspruch gegen die Höhe der Tagessätze eingelegt, nicht gegen den Schuldspruch. Eine Anfrage der dpa an ihr Büro blieb zunächst unbeantwortet.

Akbulut ist seit 2017 Mitglied des Bundestags für den Wahlkreis Mannheim. Sie wurde 1982 in der Türkei geboren und wuchs in Deutschland auf. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und die Debatte über den Umgang von Politikern mit Konflikten in der Öffentlichkeit neu entfacht.

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