Ost-YouTuber Prinz: AfD als Axt im Walde – Underdog-Kitt
Ost-YouTuber Prinz: AfD als Axt im Walde – Underdog-Kitt

Der ostdeutsche YouTuber und Autor Alexander Prinz, bekannt als „Der dunkle Parabelritter“, äußert sich im Interview zur anhaltenden Stärke der AfD in Ostdeutschland. Er glaubt nicht, dass die Partei vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern im September 2026 noch aufzuhalten ist. Selbst die Vetternwirtschaftsaffäre habe ihr nichts anhaben können.

AfD als „Axt im Walde“ – Protestwahl aus Frust

Prinz beschreibt die AfD als „Axt im Walde“, die mit dem Motto „Eine gegen alle anderen“ antrete. Solange die anderen Parteien keine spürbar bessere Politik machten, bleibe die AfD das Sammelbecken für alle, die den Staat erschüttern wollten. „Die Leute wollen sehen, dass es knallt“, so Prinz. Er selbst stammt aus Halle (Saale) und beobachtet den Wahlkampf vor Ort.

Ulrich Siegmund: Nur eine freundliche Maske?

Zum Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund sagt Prinz: „Auch er ist radikal. Aber in Sachsen-Anhalt könnte man auch einen Sack Kartoffeln hinstellen und er würde gewählt werden. Die Leute wählen die Marke AfD.“ Als Sven Schulze Ministerpräsident wurde, kannte kaum jemand Siegmund. Seine Social-Media-Kampagnen hätten ihn bekannter gemacht – ein schwieriges Wechselspiel zwischen Medien und Provokation. Die Partei sei „schizophren“: bürgerliche Töne, aber immer wieder Entgleisungen. „Es ist wie mit dem betrunkenen Nachbarn am Tresen – vordergründig nett, aber hinter der Maske verstörend.“

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Underdog-Image als Kitt

Prinz betont, die AfD profitiere vom Gefühl vieler Ostdeutscher, Underdogs zu sein. „Das ist der Kitt, den die AfD angerührt hat.“ Die Partei nutze die Wut und das Gefühl des Abgehängtseins geschickt aus. Solange die etablierten Parteien keine Lösung böten, werde die AfD weiter Zulauf haben – unabhängig von Skandalen.

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