In Cottbus ist es erneut zu einem mutmaßlich rechtsextrem motivierten Angriff gekommen. In der Nacht von Donnerstag zu Freitag wurde die Kreisgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen Ziel von Unbekannten. Die Täter schlugen die Schaufensterscheibe ein, hinter der Werbung für die CSD-Tage (Christopher Street Day) und eine Regenbogenflagge angebracht waren. Die Regenbogenflagge wurde gestohlen.
Serie von Angriffen während der queeren Aktionswochen
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Attacken während der queeren Aktionswochen in Cottbus ein. Bereits zuvor waren ein alternatives Wohnprojekt und ein Jugendclub Ziel von Brandanschlägen geworden. Die Polizei ermittelt in allen Fällen wegen des Verdachts der politisch motivierten Gewalt. Die Grünen zeigten sich bestürzt über die erneute Tat. „Wir lassen uns nicht einschüchtern“, erklärte ein Sprecher der Partei. Man werde weiterhin für Toleranz und Vielfalt eintreten.
Ermittlungen laufen
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Bislang gibt es keine Hinweise auf die Täter. Die Stadt Cottbus verurteilte die Angriffe scharf. Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) sprach von einem „feigen Anschlag auf unsere offene Gesellschaft“. Die CSD-Aktionswochen sollen trotz der Vorfälle wie geplant fortgesetzt werden.



