Bianca Klose, die Gründerin und langjährige Projektleiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR), ist tot. Sie starb am 17. Juni 2026 im Alter von 53 Jahren an einer schweren Krankheit, umgeben von ihrer Familie und Freunden, wie der Berliner Senat mitteilte.
Lebenswerk gegen Rechtsextremismus
Klose prägte über Jahrzehnte die Berliner Zivilgesellschaft im Kampf gegen Rechtsextremismus. 2001 gründete sie die MBR, die unter dem Dach des Vereins für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) agiert. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) würdigte Klose als „aufrichtige, engagierte und herzliche Kämpferin für unsere Demokratie“. Sie habe geholfen, beraten und unterstützt, wo immer Menschen ihre Hilfe brauchten.
Auszeichnung und fachliche Standards
Für ihre Arbeit erhielt Klose 2012 stellvertretend für die MBR den Verdienstorden des Landes Berlin. Die MBR betonte, Klose habe Handlungsstrategien für den Umgang mit Angsträumen und Rechtsextremismus im öffentlichen Raum entwickelt sowie Qualitätskriterien für die Jugendarbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen. Gemeinsam mit Kollegen setzte sie fachliche Standards, die bis heute richtungsweisend seien.
Würdigung aus Politik und Gesellschaft
Neben der SPD würdigten auch Grüne und Linke das Wirken von Klose. Die Linke erklärte: „Sie organisierte Gegenproteste, vernetzte verschiedene Akteure und holte die Politik mit ins Boot.“ Klose sei eine Vorkämpferin und ein Vorbild gewesen. Der VDK und mehrere Parteien schlossen sich den Trauerbekundungen an.



