Der Iran wird nicht an der diesjährigen Kunstbiennale in Venedig teilnehmen. Dies gab die Biennale-Organisation nach Angaben italienischer Medien bekannt. Gründe für den Rückzug des Landes wurden nicht genannt.
Biennale von Kontroversen erschüttert
Die weltweit bedeutende Kunstausstellung in der Lagunenstadt Venedig steht kurz vor ihrer offiziellen Eröffnung am Samstag im Zeichen heftiger Auseinandersetzungen. Besonders der Streit über den Umgang mit Russland und Israel hat die Biennale in eine Krise gestürzt. Die gesamte Jury trat geschlossen zurück, was zu einer Absage der Eröffnungsfeier führte.
Goldene Löwen erst am Ende vergeben
Traditionell werden zu Beginn der Biennale die Goldenen Löwen verliehen. Diese Zeremonie wurde ebenfalls gestrichen. Stattdessen sollen die Preise nun erst am letzten Tag der Ausstellung im November vergeben werden. Über die Gewinner entscheidet dann keine Jury mehr, sondern eine Abstimmung unter den Besuchern.
Die Biennale in Venedig zählt neben der documenta in Kassel zu den wichtigsten Veranstaltungen für zeitgenössische Kunst weltweit. Sie findet alle zwei Jahre statt und zieht Künstler, Kuratoren und Kunstliebhaber aus der ganzen Welt an. Der Rückzug des Irans ist ein weiterer Rückschlag für die diesjährige Ausgabe, die bereits von mehreren Kontroversen überschattet wird.



