In Magdeburg sind 17 neue Stolpersteine verlegt worden, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Die kleinen Gedenktafeln aus Messing werden in Gehwege vor den ehemaligen Wohnhäusern oder Wirkungsstätten der Verfolgten eingelassen. Sie tragen deren Namen und biografische Daten.
Mehr als 870 Stolpersteine in der Landeshauptstadt
Nach Angaben der städtischen Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Magdeburg“ liegen damit nun über 870 Stolpersteine auf den Gehwegen der Stadt. Die Initiative erinnert an das Schicksal von Jüdinnen und Juden, die während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden.
Weitere Verlegungen geplant
Bis Ende des Jahres sind zwei weitere Termine vorgesehen, bei denen insgesamt 46 zusätzliche Stolpersteine verlegt werden sollen. Die Stadt Magdeburg betont die Bedeutung dieser Erinnerungsarbeit für die Aufarbeitung der Geschichte und die Mahnung an künftige Generationen.
Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das weltweit in vielen Städten umgesetzt wird. Sie erinnern an die individuellen Schicksale der Opfer und machen die Verbrechen des Nationalsozialismus im öffentlichen Raum sichtbar.



