Schauspieler Pedro Pascal („The Mandalorian“, „The Last of Us“) hat einen langen und steinigen Karriereweg hinter sich. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin verriet der 51-Jährige, dass seine Lehrer in der Schulzeit ihm mit drastischen Worten von einer Karriere als berühmter Schauspieler abrieten. „Ich hatte Lehrer in der Schule, die sagten: Wenn du das machst, um berühmt zu werden, dann bist du am Arsch!“
Glücklicherweise hätten seine Eltern ihn unterstützt. Pascal erinnert sich während eines Interviews zum „Star Wars“-Kinofilm „The Mandalorian and Grogu“, der am 20. Mai in den deutschen Kinos startet: „Ich hatte das Glück, dass meine Eltern es mir ermöglicht haben, vom Schwimmen zum Schauspiel-Unterricht zu wechseln. Sie haben gesehen, dass ich dabeibleibe.“ Er begann, sich hartnäckig für Rollen zu bewerben, auch wenn er viele Jahre lang keine Arbeit bekam oder nur sporadisch beschäftigt war. Den größten Teil seines Erwachsenenlebens hatte er zu kämpfen.
Vom Schwimmen zur Schauspielerei
Durch Rollen in „Game of Thrones“ und als Titelfigur der „Star Wars“-Serie „The Mandalorian“ wurde Pascal schließlich zum Weltstar – mit allen Nebenwirkungen. Sein Bartwuchs oder das Abrasieren des Bartes sorgen manchmal weltweit für Schlagzeilen. Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung erschien Pascal ohne seinen markanten Bart. Er selbst sagt dazu: „Wissen Sie, was ich daran seltsamer finde als alles andere? Dass ich keinen besonders guten Bartwuchs habe. Er ist wirklich ziemlich lückenhaft. Ich habe keinen guten Schnurrbart, und ehrlich gesagt bin ich selbst etwas ratlos darüber. Aber es sind ja auch nur Haare im Gesicht.“
Völlig egal sei ihm sein Bartwuchs aber nicht. „Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich werde älter, und vielleicht spielt da auch ein bisschen Eitelkeit hinein – ich habe das Gefühl, ein bisschen Gesichtsbehaarung ist inzwischen fast wie eine Art Sicherheitsdecke, einfach um mich vielleicht attraktiver zu fühlen. Und wenn ich das wegnehme, fühle ich mich nackter.“
Wandel der Einstellung zu Ruhm
Auch innerlich habe er sich über die Jahre verändert, was die Sicht auf Erfolg und Ruhm betrifft. „Ich hatte als Kind sehr unschuldige Träume davon, in Filmen mitzuspielen“, erklärte Pascal. Die vielen erfolglosen Bewerbungen um Rollen hätten ihn jedoch dazu gebracht, anders über das Berühmtsein zu denken. „So habe ich mir selbst beigebracht, dass Ruhm nicht Teil des Ziels ist, sondern eher die Schauspiel-Gemeinschaft.“
Trotz seines Weltruhms blickt Pascal noch zu anderen Filmstars auf. Auf einer Pressekonferenz zu „The Mandalorian and Grogu“ machte er seiner Schauspiel-Kollegin Sigourney Weaver (76) ein großes Kompliment. Er habe alle ihre Filme gesehen, als er aufwuchs, und sei von ihr als Schauspielerin fasziniert gewesen. An Weaver gerichtet erklärte Pascal: „Ich bewundere dich in jeder Hinsicht als Mensch, als Künstlerin, in jeder erdenklichen Weise“. „Gorillas im Nebel“ (1988) mit Weaver in der Hauptrolle habe er „eine peinlich hohe Anzahl von Malen“ im Kino gesehen. Für Weaver ist die Rolle einer Rebellenoffizierin in „The Mandalorian and Grogu“ ihr erster Auftritt im „Star Wars“-Franchise. Regie des Blockbusters führte Jon Favreau („Iron Man“).



