Das mit Spannung erwartete Biopic „Michael“ über den legendären „King of Pop“ Michael Jackson (1958-2009) hat bei seinem Kinostart weltweit für Furore gesorgt und neue Rekorde aufgestellt. Der Film von US-Regisseur Antoine Fuqua spielte allein am vergangenen Freitag in Nordamerika knapp 40 Millionen Dollar ein und übertraf damit die Erwartungen der Branche deutlich, wie die Branchenportale „Hollywood Reporter“ und „Variety“ berichten.
Erwartete Rekordeinnahmen am Startwochenende
Für das gesamte Wochenende (Freitag bis Sonntag) prognostizieren Experten Einnahmen zwischen 90 und 100 Millionen Dollar in Nordamerika. Weltweit könnten die Einnahmen sogar auf rund 200 Millionen Dollar klettern. Die genauen Zahlen werden erst zu Beginn der kommenden Woche erwartet. Mit diesem Erfolg wird „Michael“ voraussichtlich den bisherigen Rekordhalter für ein Musik-Biopic, „Straight Outta Compton“ (2015), übertreffen, das an seinem Startwochenende rund 60 Millionen Dollar einspielte. „Bohemian Rhapsody“ über Freddie Mercury startete 2018 mit 51 Millionen Dollar, während „Elvis“ 2022 auf 31 Millionen Dollar kam.
Jaafar Jackson in der Hauptrolle
Die internationale Premiere des Films fand am 10. April in Berlin statt, in Anwesenheit von Familienmitgliedern. Jacksons Neffe Jaafar (29) verkörpert in seiner ersten Filmrolle den „King of Pop“. Der lang erwartete Film, dessen Start mehrfach verschoben wurde, erzählt die Lebensgeschichte Jacksons von seiner Kindheit bis zur „Bad“-Tour in den 1980er Jahren.
Kontroverse um ausgesparte Themen
Das Biopic blendet jedoch zentrale und kontroverse Episoden aus Jacksons Leben aus, darunter die Missbrauchsvorwürfe, die erst Jahre nach der „Bad“-Ära öffentlich wurden und sein Image nachhaltig beschädigten. Die Anschuldigungen eines Teenagers führten 2005 zu einem spektakulären Prozess, der mit einem Freispruch in allen Punkten endete. Filmkritiker werfen dem Werk vor, ein zu glattes und unkritisches Bild des Sängers zu zeichnen. Während die Rezensionen eher gemischt ausfielen, sind die Zuschauer begeistert: Auf der Plattform Rotten Tomatoes erhält der Film von Kinogängern eine Zustimmungsrate von 96 Prozent.



