Hummeln zeigen Mittelfinger: Frühwarnsystem vor Stichen
Hummeln zeigen Mittelfinger: Frühwarnsystem

Hummeln sind bekannt für ihr plüschiges Aussehen und ihr entspanntes Brummen. Sie gelten als Sympathieträger unter den Insekten, im Gegensatz zu Wespen oder Hornissen. Doch auch Hummeln können stechen, wenn auch nur als letztes Mittel. Bevor sie zustechen, warnen sie ihre Gegner auf ungewöhnliche Weise: Sie strecken das mittlere Bein entgegen, was an eine „Mittelfinger-Geste“ erinnert. Wird diese Warnung ignoriert, wirft sich die Hummel auf den Rücken, brummt laut und zeigt ihren Stachel. Erst dann sticht sie zu.

Nur Weibchen stechen

Nur weibliche Hummeln besitzen einen Stachel. Männliche Hummeln sind stachellos. Anders als bei Honigbienen bleibt der Stachel nicht in der Haut stecken, da er keine Widerhaken hat. Dadurch gelangt weniger Gift in den Körper, und ein Hummelstich wird oft als weniger schmerzhaft empfunden als ein Bienen- oder Wespenstich. Dennoch brennt er kurz und intensiv. Gefährlich wird es für Allergiker oder bei Stichen im Mund- und Rachenraum, etwa wenn man versehentlich eine Hummel verschluckt. Trotz ihrer kräftigen Mundwerkzeuge beißen Hummeln Menschen nicht; sie nutzen diese nur für Nektar und Nestbau.

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Fünf weitere Fakten über Hummeln

  • Hummeln bevorzugen blaue Blüten gegenüber roten, gelben oder rosafarbenen.
  • Sie arbeiten bis zu 18 Stunden täglich und besuchen dabei rund 1000 Blüten, wobei sie zwölfmal mehr Nektar sammeln als Honigbienen.
  • Der Kopf vieler Hummeln ist kahl, weil sie sich an engen Nesteingängen die Haare abreiben.
  • Jede Hummel hat einen eigenen Fußgeruch, mit dem sie Blüten als bereits bestäubt markiert.
  • Zum Aufwärmen zittern Hummeln mit ihrer Flugmuskulatur, was das typische Brummen erzeugt.