Die Wege von Torhüterin Maria Luisa Grohs und dem FC Bayern trennen sich nach der Saison. Nach sieben Jahren in München, in denen sie auch ein beeindruckendes Comeback nach einer Krebsdiagnose feierte, wird die 24-Jährige den Double-Gewinner im Sommer verlassen. Der Verein gab den Abschied am Dienstag bekannt.
Emotionaler Abschied nach schwerer Erkrankung
„Wir danken ihr von Herzen für alles, was sie für den FC Bayern geleistet hat“, sagte Direktorin Bianca Rech. Sie lobte Grohs als „zentrale Persönlichkeit“ für das Teamgefüge. „Ihre schwere Erkrankung hat uns alle sehr getroffen, doch Mala hat mit beeindruckender Stärke, Mut und großer Positivität immer weitergemacht und damit vielen Menschen ein Vorbild gegeben.“
Im Oktober 2024 war bei Grohs ein bösartiger Tumor entdeckt worden. Im darauffolgenden Dezember wurde sie erfolgreich am Hals operiert. Bereits im März 2025 gab sie ihr Pflichtspiel-Comeback für die Münchnerinnen. Inzwischen ist Ena Mahmutovic zur Nummer eins der Bayern aufgestiegen.
Offizielle Verabschiedung am Samstag
Offiziell verabschiedet wird Grohs am Samstag beim letzten Bundesliga-Heimspiel der Saison gegen Eintracht Frankfurt. 2019 war sie vom VfL Bochum nach München gewechselt. „Der Weg ging nicht immer schnurgeradeaus, hat mir an verschiedenen Stellen alles abverlangt und dafür an anderen umso mehr zurückgegeben“, sagte Grohs. Jetzt könne sie „gesund nach vorne schauen und voller Stolz und Dankbarkeit zurückblicken.“
Am liebsten würde sie nach einer weiteren Titelfeier gehen: Am 14. Mai greift der FC Bayern im DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg nach dem Double. Wo Grohs ihre Karriere fortsetzen wird, ist noch offen.



