Die beiden Profis von Manchester City, Antoine Semenyo und Marc Guéhi, wurden rund um das Premier-League-Spiel beim FC Everton (3:3) rassistisch beleidigt. Im Zusammenhang mit City-Profi Semenyo kam es sogar zu einer Festnahme, wie die Polizei mitteilte.
Festnahme eines 71-Jährigen
Laut den lokalen Behörden wurde ein 71-jähriger Mann aus Nottinghamshire am Montagabend im Hill Dickinson Stadium festgenommen. Der Vorwurf: „Verdacht auf eine rassistisch motivierte Störung der öffentlichen Ordnung“, nachdem Fans und Ordner gemeldet hatten, dass ein Fan rassistische Beleidigungen gerufen habe.
„Die Ermittlungen zu dem Vorfall während des Spiels dauern an, und wir arbeiten weiterhin eng mit dem FC Everton zusammen“, erklärte die Polizei. Der Festgenommene wurde unter Auflagen und auf Kaution wieder freigelassen.
Manchester City lobt schnelles Handeln
Manchester City lobte in einem Statement „das rasche Vorgehen von Everton und der Polizei, um den Verantwortlichen zu identifizieren“. Der Verein verurteilt „aufs Schärfste die rassistischen Beschimpfungen, denen Antoine Semenyo beim gestrigen Spiel ausgesetzt war“. Zudem sei der englische Nationalspieler Marc Guéhi „Ziel einer Reihe abscheulicher rassistischer Beiträge in den sozialen Medien“ geworden.
„Wir werden sowohl Antoine als auch Marc weiterhin unsere volle Unterstützung zukommen lassen und werden Diskriminierung jeglicher Art in unserem Sport niemals akzeptieren“, stellten die Citizens klar.
Zweiter Vorfall für Semenyo
Semenyo sah sich bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison rassistischen Beleidigungen ausgesetzt. Schon nach dem ersten Ligaspiel mit seinem ehemaligen Verein Bournemouth gegen den FC Liverpool hatte der ghanaische Nationalspieler von einem solchen Vorfall berichtet. Der Verein und die Behörden zeigen sich entschlossen, gegen Rassismus im Fußball vorzugehen.



