Freispruch für NFL-Star Stefon Diggs
Stefon Diggs ist freigesprochen. Eine Jury sprach den NFL-Receiver sowohl vom Vorwurf der schweren Strangulation als auch von Körperverletzung frei – damit ist der Football-Star in allen Anklagepunkten entlastet.
Prozessende nach weniger als zwei Stunden
Damit endet ein aufsehenerregender Prozess um schwere Vorwürfe. Diggs soll seine persönliche Köchin, Jamila Adams, im Streit um angeblich ausstehende Zahlungen angegriffen haben. Der Football-Star, der aktuell ohne Verein ist, hatte das von Anfang an bestritten und auf nicht schuldig plädiert. Die Jury brauchte weniger als zwei Stunden für ihr Urteil. Als es verkündet wurde, blieb Diggs im Gerichtssaal äußerlich regungslos.
Vorwürfe und Aussagen vor Gericht
Den mutmaßlichen Vorfall schilderte sie vor Gericht emotional. Er soll sich am 2. Dezember 2025 in Diggs’ Haus in Dedham im Großraum Boston ereignet haben. Er habe sie „mit der flachen Hand geschlagen“ und anschließend „seinen Arm um meinen Hals gelegt und begonnen, mich zu würgen“, sagte sie. „Als ich versuchte, ihn zu blocken, nahm er seinen Arm und kam um meinen Hals und begann, mich zu würgen.“ Sie habe dabei kaum noch Luft bekommen.
Verteidigung und fehlende Beweise
Die Verteidigung bestritt die Vorwürfe und verwies auf fehlende Beweise. Laut AP erklärte Ermittler Ellis, er habe keine sichtbaren Verletzungen festgestellt, keine Fotos gesichert und keine weiteren Zeugen befragt. Seine Untersuchung habe sich im Wesentlichen auf die Aussagen der Frau und ihre Textnachrichten gestützt.
Zudem wurde ihre Glaubwürdigkeit thematisiert. Adams wurde zu einer angeblichen Forderung in Höhe von 5,5 Millionen Dollar befragt, die ihr Umfeld vor dem Prozess gestellt haben soll. Sie sagte, sie habe davon nichts gewusst. Richterin Jeanmarie Carroll wies die Jury außerdem an, Teile ihrer Aussagen nicht zu berücksichtigen. Am Ende folgte die Jury der Argumentation der Verteidigung und sprach Diggs vollständig frei.



