Wie wir dünsten, braten und grillen, kann mitentscheiden, wie gesund wir altern. Der britische Neurowissenschaftler Dr. David Cox zeigt, wie bestimmte Garmethoden schädliche Stoffe fördern, Entzündungen anheizen und sogar unsere DNA angreifen können. Doch schon kleine Änderungen in der Küche bringen mehr gesunde Jahre: langsamer kochen, richtig marinieren, Kräuter gezielt einsetzen oder Kartoffeln anders nutzen.
Warum die Garmethode entscheidend ist
Beim Erhitzen von Lebensmitteln entstehen oft unerwünschte Verbindungen. Hohe Temperaturen, insbesondere beim Grillen oder Braten, fördern die Bildung von fortgeschrittenen Glykierungsendprodukten (AGEs) und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Diese Stoffe können Entzündungsprozesse im Körper anregen und oxidativen Stress verursachen, was langfristig die DNA schädigt und das Altern beschleunigt.
Langsamer kochen – schonender für den Körper
Eine der einfachsten Umstellungen ist das Reduzieren der Kochtemperatur. Schmoren, Dünsten oder Garen bei niedrigen Temperaturen (unter 120 Grad Celsius) verringert die Bildung schädlicher Stoffe erheblich. Dr. Cox empfiehlt, Fleisch und Gemüse bei milder Hitze zuzubereiten und auf scharfes Anbraten zu verzichten.
Richtig marinieren – Schutzschild für Ihre Zellen
Marinaden mit Zitronensaft, Essig, Kräutern und Gewürzen wie Rosmarin oder Kurkuma können die Entstehung von schädlichen Verbindungen beim Grillen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Die enthaltenen Antioxidantien neutralisieren freie Radikale und schützen so die DNA.
Kräuter gezielt einsetzen – kleine Helfer mit großer Wirkung
Frische Kräuter wie Petersilie, Koriander oder Minze sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, die entzündungshemmend wirken. Dr. Cox rät, Gerichte großzügig mit Kräutern zu würzen und sie erst nach dem Garen hinzuzufügen, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.
Kartoffeln anders nutzen – der Trick mit dem Abkühlen
Gekochte Kartoffeln enthalten resistente Stärke, die den Blutzuckerspiegel stabilisiert und Entzündungen senkt. Lassen Sie Kartoffeln nach dem Kochen abkühlen, etwa als Kartoffelsalat. Das fördert die Bildung dieser gesunden Stärke und verbessert die Darmgesundheit.
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