Der Gemeinderat von Elsteraue tagt am Montag, dem 27. April, in einer außerordentlichen Sitzung hinter verschlossenen Türen, um über die Zukunft des geplanten kommunalen Ärztehauses im stillgelegten Bahnhof von Reuden zu beraten. Das Projekt, ein Kommunales Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit integrierter Apotheke und Rettungswache, ist ein zentraler Bestandteil des Strukturwandels in der Region.
Fördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro
Für die Sanierung des alten Bahnhofs und den Bau des Ärztehauses sind rund 7,5 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt worden. Die feierliche Übergabe des Bescheids erfolgte durch Ministerin Petra Grimm-Benne. Doch die Freude über die Zusage wird durch bürokratische Hürden getrübt: Die Bewilligung gilt nur für ein kommunales Ärztehaus, nicht für den Betrieb durch die Gemeinde in ihrer jetzigen Rechtsform.
Neue Gesellschaft erforderlich
Um das MVZ betreiben zu können, müsste die Gemeinde Elsteraue eine neue Gesellschaft gründen. Dieser Schritt ist mit erheblichen Kosten und rechtlichen Auflagen verbunden, deren genaue Höhe derzeit noch nicht abschließend beziffert werden kann. Die nicht öffentliche Sitzung des Gemeinderats dient dazu, die Mitglieder über den aktuellen Stand und die finanziellen Auswirkungen zu informieren.
Die Entscheidung über das weitere Vorgehen ist von großer Bedeutung für die medizinische Versorgung in der Region. Der alte Bahnhof in Reuden steht seit Jahren leer und soll durch das Projekt eine neue Nutzung erhalten. Die Rettungswache und die Apotheke sollen die Versorgungssicherheit für die Bürgerinnen und Bürger verbessern.
Die Diskussion im Gemeinderat wird zeigen, ob die Gemeinde den Weg der Neugründung einer Gesellschaft geht oder ob Alternativen geprüft werden. Die Zeit drängt, da die Fördermittel an bestimmte Fristen gebunden sind. Der Strukturwandel in der Gemeinde Elsteraue steht damit an einem entscheidenden Punkt.



