Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter nach Anschlag: Bekannte als Täter?
Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter nach Anschlag

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, ist Opfer eines schweren Anschlags geworden. Wie nun bekannt wurde, handelt es sich bei den beiden Beschuldigten um Personen, mit denen der Politiker nicht nur geschäftlich zu tun hatte, sondern mit denen er auch gemeinsam die Oper besuchte. Für Büttner ist dies ein tiefer Vertrauensbruch: „Für mich ist das der größte Verrat, den es jemals in meinem Leben gab“, sagte er gegenüber den Ermittlern.

Brandanschlag auf Büttner

Der Vorfall ereignete sich in den vergangenen Tagen. Unbekannte hatten versucht, Büttners Fahrzeug in Brand zu setzen. Die Polizei konnte jedoch schnell zwei Tatverdächtige ermitteln. Es stellte sich heraus, dass es sich um langjährige Bekannte des Antisemitismusbeauftragten handelt. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar, doch die Ermittler gehen von einer gezielten Aktion aus.

Geschäftliche Verbindungen und gemeinsame Opernbesuche

Recherchen von SPIEGEL-Autoren zeigen, dass Büttner mit den beiden Beschuldigten geschäftliche Beziehungen unterhielt. Zudem besuchten sie gemeinsam kulturelle Veranstaltungen, darunter Opernaufführungen. Diese enge Verbindung macht den Fall besonders brisant. Büttner selbst zeigte sich tief getroffen: „Ich habe diesen Menschen vertraut, und nun das.“

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Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft. Ein politisches Motiv wird nicht ausgeschlossen, da Büttner in seiner Funktion als Antisemitismusbeauftragter immer wieder Anfeindungen ausgesetzt ist. Die Polizei prüft auch, ob weitere Personen in die Tat verwickelt sind.

Büttner selbst hat angekündigt, sich nicht einschüchtern zu lassen: „Ich werde meine Arbeit fortsetzen. Hass und Gewalt dürfen nicht siegen.“ Die Landesregierung Brandenburgs verurteilte den Anschlag scharf und sicherte dem Beauftragten volle Unterstützung zu.

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