Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung über die Nachfolge der zurückgetretenen Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) getroffen. „Ich führe Gespräche, führe auch gute Gespräche“, sagte Wegner nach der Senatssitzung auf die Frage eines Journalisten. „Und sobald ich eine Entscheidung getroffen habe, werde ich sie Ihnen bekanntgeben“, versprach er. Dafür sei aber noch das ein oder andere Gespräch notwendig.
Rücktritt wegen Rechnungshofbericht
Wedl-Wilson war am Freitag zurückgetreten. Sie zog damit die Konsequenzen aus einem Bericht des Landesrechnungshofs, der die Förderung von 13 Projekten im Bereich der Antisemitismusprävention im Umfang von 2,6 Millionen Euro als rechtswidrig bewertet hatte. Der Bericht hatte für erhebliche politische Diskussionen gesorgt und letztlich den Rücktritt der Senatorin ausgelöst.
Heilmann als potenzieller Nachfolger
Als Nachfolger wird der frühere Justizsenator und Ex-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (CDU) gehandelt. Wegner äußerte sich indes nicht zu dem Namen. Auf Nachfragen betonte er lediglich, dass die Gespräche noch andauerten und er die Öffentlichkeit informieren werde, sobald eine Entscheidung gefallen sei. Beobachter erwarten eine zeitnahe Personalentscheidung, da die Kulturverwaltung in einer wichtigen Phase steckt und Projekte zur Antisemitismusprävention neu aufgestellt werden müssen.



