Hammer bei den New England Patriots: Headcoach Mike Vrabel (50) wird am Samstag, dem dritten und letzten Tag des NFL Drafts, nicht dabei sein. Der Grund ist persönlich – und ungewöhnlich offen kommuniziert: Vrabel geht in Therapie.
Der NFL Draft, eines der wichtigsten Events der Liga, beginnt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag um 2 Uhr und dauert bis Samstag an. In den ersten drei Runden sitzt Vrabel noch mit am Tisch. Doch ausgerechnet am dritten Tag, wenn viele Kaderplätze entschieden werden, steigt der Coach aus.
„Ich habe meiner Familie, dieser Organisation und diesem Team versprochen, die beste Version meiner selbst zu sein“, sagt Vrabel. „Um das zu erreichen, habe ich mich entschieden, Hilfe in Anspruch zu nehmen.“ Es sei „nicht leicht“, das zuzugeben. „Aber ich weiß, dass es mich zu einem besseren Menschen machen wird.“
Auslöser für die Entwicklung sind die pikanten Fotos aus Arizona, die zuletzt für Aufsehen sorgten. Sie zeigen Vrabel sehr vertraut mit NFL-Reporterin Dianna Russini – beide sind verheiratet. Der Coach hatte die Bilder zunächst als „lächerlich“ bezeichnet. Doch intern folgten Konsequenzen.
Russini hatte bereits ihren Job bei „The Athletic“ gekündigt. Vrabel nimmt sich nun eine Auszeit. „Ich hatte harte Gespräche mit Menschen, die mir wichtig sind – mit meiner Familie, der Organisation, den Coaches und den Spielern“, sagt Vrabel. Diese Gespräche führten zu seiner Entscheidung.
Sein Anspruch bleibt hoch. „Ich wollte immer mit gutem Beispiel vorangehen“, so der Patriots-Coach. „Und ich glaube, das ist jetzt der Schritt, den ich gehen muss – um der beste Ehemann, Vater und Coach zu sein, der ich sein kann.“ Gleichzeitig betont er: „Das ist nichts, was ich leichtfertig tue.“
Vrabel hat für sich eine klare Linie gezogen. „Ich schätze die Unterstützung, die ich bekommen habe“, sagt er. „Und ich werde mit neuer Stärke zurückkommen.“



