Meryl Streep kritisiert Casting-„Tinder“ in Hollywood scharf
Meryl Streep: Casting-„Tinder“ in Hollywood ist furchtbar

Meryl Streep übt scharfe Kritik an modernen Casting-Methoden in Hollywood

Meryl Streep, 76, zählt seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen der Welt. Am Donnerstag startet die lang erwartete Fortsetzung „Der Teufel trägt Prada 2“ in den Kinos. Kaum ein Film des Jahres 2026 wird mit solcher Spannung erwartet. Fans dürfen sich freuen: Alle bekannten Gesichter aus dem ersten Teil sind offenbar auch in der Fortsetzung wieder mit von der Partie, darunter natürlich Streep selbst.

Im Interview mit der „Bild“ pflichtete Streep ihrem Co-Star Stanley Tucci bei, der sagte: „Ich würde heute auf keinen Fall mit der Schauspielerei am Anfang stehen wollen.“ Der Grund dafür sei der enorme Druck, den soziale Medien auf junge Schauspielerinnen ausüben. „Ich habe drei Töchter, die Schauspielerinnen sind. Ich bin mit vielen jungen Schauspielerinnen befreundet. Daher weiß ich: Wenn du heute anfangen willst, brauchst du schon eine bestimmte Anzahl an Followern, bevor du überhaupt zum Vorsprechen eingeladen wirst. Die zählen wirklich deine – wie heißt das – Instagram-Follower“, erklärte Streep.

Streep vermisst persönliche Vorsprechen

Obwohl Streep selbst auf Instagram über 900.000 Abonnenten hat und niemandem mehr etwas beweisen muss, fühlt sie mit ihren jungen Kolleginnen mit. Besonders die Art und Weise, wie in Hollywood heutzutage gecastet wird, findet die Schauspielerin schrecklich. „Ich denke, ich würde mich umbringen! Wir haben angefangen in einer Zeit, in der man noch persönlich vorgesprochen hat. Das ist ja auch vorbei. Man kann nur noch online vorsprechen“, so Streep.

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Die Schauspielerin beschreibt den Prozess als erniedrigend: „Man muss sich zu Hause ein Set aufbauen. Dein eigenes Licht, deine eigene Kamera, und anschließend etwas verschicken. Dann wischen sie durch, und wenn das, was du da bei dir zu Hause gemacht hast, nicht gefällt, dann wischen sie dich weiter, wie bei Tinder.“ Streep bezieht sich damit auf die Dating-App, bei der Nutzer endlos nach neuen Optionen suchen können.

Kritik an mangelnder Differenzierung

Eine richtige Beurteilung, ob jemand eine gute oder schlechte schauspielerische Leistung abliefere, sei auf diese Weise überhaupt nicht möglich, betont die 76-Jährige. „Alles sieht gleich aus, alle sehen gleich aus. Furchtbar.“ Mit diesen Aussagen schließt sich Streep einer wachsenden Kritik an den zunehmend digitalisierten und oberflächlichen Casting-Prozessen in der Filmbranche an.

„Der Teufel trägt Prada 2“ verspricht trotz der kritischen Worte seiner Hauptdarstellerin ein unterhaltsames Wiedersehen mit der eiskalten Modechefin Miranda Priestly zu werden. Der Film startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.

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