Merkz weist todkranke Wählerin bei Bürgerdialog schroff zurück
Merkz weist todkranke Wählerin schroff zurück

Bei einem Bürgerdialog in Bonn ist Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag scharf mit einer todkranken Wählerin aneinandergeraten. Die an Krebs erkrankte Frau wollte von Merz wissen, wie er zu einer besseren Finanzierung von Palliativmedizin und Hospizen stehen würde. Merz reagierte gereizt und wies die Frage als unangemessen zurück. Der Vorfall sorgte in sozialen Netzwerken für Empörung.

Schroffe Reaktion des Kanzlers

Die 62-jährige Brigitte S. aus Bonn, die nach eigenen Angaben an Lungenkrebs im Endstadium leidet, ergriff während der Fragerunde das Mikrofon. Sie berichtete von ihren Erfahrungen mit der Palliativversorgung und bat Merz um eine Stellungnahme. Dieser unterbrach sie mehrfach und sagte schließlich: „Ich finde es nicht in Ordnung, dass Sie hier Ihre persönliche Situation derart in den Vordergrund stellen. Das ist kein Ort für solche emotionalen Appelle.“ Die Frau war sichtlich getroffen und verließ unter Tränen den Saal.

Kritik an Merz‘ Verhalten

Oppositionspolitiker und Vertreter von Patientenorganisationen kritisierten Merz scharf. „Der Kanzler hat sich respektlos und kaltherzig verhalten. Eine todkranke Bürgerin so abzufertigen, ist unwürdig“, erklärte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen. Auch der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband zeigte sich bestürzt: „Wir brauchen mehr Sensibilität im Umgang mit schwer kranken Menschen, nicht weniger.“

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Das Kanzleramt verteidigte Merz hingegen. Ein Sprecher sagte, Merz habe lediglich darauf hingewiesen, dass Bürgerdialoge dem Austausch über allgemeine politische Themen dienten und nicht für persönliche Schicksale genutzt werden sollten. Man bedauere, wenn die Bürgerin sich verletzt gefühlt habe.

Brigitte S. selbst äußerte sich später gegenüber Medien: „Ich wollte nur auf die Missstände in der Palliativversorgung aufmerksam machen. Dass der Kanzler so reagiert, hat mich tief enttäuscht.“ Sie hoffe, dass ihr Auftritt dennoch etwas bewirken könne.

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