Um Zeit und Benzin zu sparen: Mann fährt über gesperrte B6n-Brücke
Mann fährt über gesperrte Brücke und beleidigt Polizisten

Ein 46 Jahre alter Autofahrer hat am Sonntag in Großbadegast eine gesperrte Brücke über die künftige Bundesstraße 6n befahren, um Zeit und Benzin zu sparen. Diese Abkürzung wird für ihn nun teuer: Neben einem Bußgeld wegen Missachtung des Verkehrszeichens 250 („Verbot für Fahrzeuge aller Art“) kommt ein Strafverfahren wegen Beleidigung hinzu.

Polizeikontrolle endet mit Beleidigung

Der Mann war gegen 11.30 Uhr im Zehringer Weg unterwegs, als er die gesperrte Überführung nutzte. Eine Polizeistreife stoppte ihn und konfrontierte ihn mit dem Verstoß. Laut Polizeisprecherin Astrid Kuchta reagierte der Fahrer „sehr ungehalten“ und beleidigte die Beamten. Konkret bezeichnete er einen Polizisten als „Schwachmat“, wie Michael Drews vom Polizeirevier mitteilte. Als Grund für sein Handeln gab der Golf-Fahrer an, durch die Abkürzung Kraftstoff sparen zu wollen.

Brücke wegen fehlender Schutzplanken gesperrt

Die Überführung über die künftige B6n ist aus Sicherheitsgründen gesperrt. „Wir haben sie gesperrt, weil die Schutzplanken fehlen“, erklärte Peter Fischer, Schachtmeister der Firma Bickhardt Bau. Das Unternehmen baut die B6n im Auftrag der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt (LSBB). Wann die Brücke wieder freigegeben wird, steht noch nicht fest.

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B6n-Ausbau: Fertigstellung für Mai 2027 geplant

Der 15 Kilometer lange Abschnitt zwischen Köthen und der Autobahn 9 bei Thurland soll im Mai 2027 befahrbar sein. Derzeit fehlen noch fünf Kilometer Straße: ein 2,1 Kilometer langes Teilstück zwischen Köthen Ost und der Überführung der Kreisstraße K 2079 (Großbadegast-Reupzig) sowie 2,9 Kilometer zwischen der Kreuzung der K 2078 (Libehna-Reupzig) und der Überführung der K 2080 (Körnitz-Meilendorf) über die B6n.

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