YouTube testet KI-Chatbot „Ask YouTube“ für personalisierte Videosuche
YouTube testet KI-Chatbot „Ask YouTube“

Die Video-Plattform YouTube erprobt eine innovative Suchfunktion, die auf Künstlicher Intelligenz basiert. Der neue Chatbot mit dem Namen „Ask YouTube“ soll Nutzern helfen, präzise Antworten auf ihre Fragen zu erhalten und direkt relevante Videoclips angezeigt zu bekommen. Statt herkömmlicher Ergebnislisten werden die Inhalte verständlicher und interaktiver aufbereitet. Derzeit läuft das Experiment nur in einer eingeschränkten Testphase.

Hintergrund des KI-Trends

Der Trend zu KI-gestützten Suchfunktionen setzt sich bei großen Technologiekonzernen fort. Microsoft plant eine überarbeitete Edge-Oberfläche, die Copilot und Bing im Chatbot-Stil integriert. Google wiederum erweitert seinen KI-Modus der Suche, der Dialoge ähnlich wie mit Gemini ermöglicht. Nun folgt YouTube mit einem vergleichbaren Ansatz, der die Video-Suche revolutionieren könnte.

So funktioniert die neue YouTube-Suche

Wie das Technologieportal „The Verge“ berichtet, richtet sich der Test derzeit ausschließlich an volljährige Premium-Abonnenten in den Vereinigten Staaten. Nach der Aktivierung erscheint in der Suchleiste ein zusätzlicher Button mit der Aufschrift „Ask YouTube“. Zudem werden beim Antippen der Leiste thematische Vorschläge eingeblendet, die als Einstieg dienen können.

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Durch einen Klick auf den Button öffnet sich eine eigene Seite mit Karten, die an die Gemini-App erinnert. Beispiele für solche Karten sind „Einen leckenden Wasserhahn im Badezimmer reparieren“ oder „Inspiriere mich mit kreativen vegetarischen Essensvorbereitungen“. Darunter befindet sich ein Textfeld, in das Nutzer eigene Anfragen eingeben können.

Antworten, Videos und mögliche Fehler

Die Ergebnisse werden als KI-generierter Text präsentiert, häufig in Form von Stichpunkten. Dazu werden passende Videos angezeigt, die laut „The Verge“ teilweise mit Zeitmarken versehen sind. Diese Marken führen direkt zu den relevanten Stellen im Video. Allerdings bleibt unklar, ob der Antworttext tatsächlich aus genau diesen Passagen stammt. In den Treffern können sowohl Langformat-Videos als auch Shorts enthalten sein.

Der Chatbot liefert nicht immer individuelle Antworten: Bei der Anfrage zu „Apollo 11 Verschwörungstheorien“ sei lediglich eine normale Videoliste erschienen. Zudem sind inhaltliche Fehler möglich. „The Verge“ nennt ein Beispiel mit einer falschen Aussage zum Steam Controller von 2015. Daher sollten Nutzer die Ergebnisse stets kritisch prüfen.

Zukunftsaussichten

YouTube arbeitet dem Bericht zufolge an einer Ausweitung des Tests. Perspektivisch könnte „Ask YouTube“ auch ohne Premium-Abonnement verfügbar gemacht werden. Die Entwicklung zeigt, wie KI die Art und Weise verändert, wie wir Videos suchen und konsumieren. Es bleibt abzuwarten, ob die Funktion den erhofften Mehrwert bietet und sich langfristig durchsetzen wird.

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