Kompany vor Abwehr-Entscheidung: Davies, Laimer oder Stanisic?
Kompany vor Abwehr-Entscheidung gegen PSG

Nach der dramatischen 4:5-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain steht der FC Bayern vor einer wichtigen Defensiv-Entscheidung. Trainer Vincent Kompany muss im Rückspiel am Mittwoch in der Allianz Arena die richtige Wahl auf den Außenbahnen treffen, um die gefährlichen Konter des Titelverteidigers zu unterbinden. Zur Verfügung stehen Alphonso Davies, Konrad Laimer und Josip Stanisic.

Selbstvertrauen trotz Niederlage

Die Bayern-Stars wirkten nach der intensiven Partie im Prinzenpark zwar abgekämpft, aber keinesfalls geschlagen. Joshua Kimmich betonte: „Jeder in der Kabine hat diesen Glauben, dieses Gefühl, dieses Selbstvertrauen, dass wir zu Hause Paris schlagen können.“ Auch Aleksandar Pavlovic zeigte sich optimistisch: „Wir hätten mindestens ein Unentschieden verdient gehabt, wenn nicht sogar einen Sieg. Aber wir können im Rückspiel auf unsere Leistung aufbauen und es mit unseren Fans zu Hause schaffen.“

Probleme in der Defensive

Um den Einzug ins Halbfinale zu schaffen, muss die Defensive jedoch deutlich stabiler stehen. Nicht nur die Viererkette, sondern auch die Sechser Kimmich und Pavlovic hatten ihre Schwierigkeiten, das Umschaltspiel von PSG zu unterbinden. „Natürlich müssen wir auf die Konterabsicherung ein bisschen mehr aufpassen“, gab Pavlovic zu. Besonders auf den Außenbahnen offenbarten sich Lücken: Josip Stanisic hatte in der ersten Halbzeit Mühe, den überragenden Khvicha Kvaratskhelia in den Griff zu bekommen. Der Georgier, der aufgrund seiner Spielweise an Diego Maradona erinnert, setzte Stanisic immer wieder mit seinen Finten und seinem Zug zum Tor unter Druck. Auch Konrad Laimer, der in der zweiten Halbzeit links spielte, stand oft zu hoch, sodass Achraf Hakimi und Desiré Doué zu viel Raum hatten.

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Risikoreicher Spielstil als Trumpf

Sportdirektor Max Eberl wollte die offene Spielweise nicht infrage stellen: „Warum sind wir hier? Weil wir bisher so Fußball gespielt haben. Und jetzt auf einmal das ganze Spiel zu ändern, das wäre völlig absurd.“ Dennoch seien für das Rückspiel „Anpassungen“ notwendig. Andernfalls droht PSG, die neben Real Madrid als beste Kontermannschaft gilt, erneut die Lücken zu nutzen.

Mittelfeld als Niemandsland

Prime-Experte Mats Hummels analysierte: „Es gab lauter Zweikämpfe im Mittelfeld. Und wer den Zweikampf gewann, war danach automatisch bis zum Tor durch und hatte eine 100-prozentige Torchance.“ Christoph Kramer ergänzte: „Ich habe noch nie zuvor ein Spiel gesehen, in dem es gefühlt kein Mittelfeld gab. Beide Mannschaften pressen extrem hoch. Dahinter entsteht ein riesiges Loch.“

Davies als Tempo-Faktor

Umso wichtiger ist es, schnelle Spieler auf dem Platz zu haben, die Fehler mit ihrer Geschwindigkeit ausbügeln können. Alphonso Davies ist genau so ein Spieler. Der Kanadier verursachte zwar den unglücklichen Handelfmeter zum 2:3, spielte ansonsten aber ordentlich und machte gegen Hakimi und Doué eine gute Figur. Die Frage ist nun: Setzt Kompany von Beginn auf Davies oder bringt ihn als Joker? In Paris war auffällig, dass die Bank kaum Qualität nachlegen konnte. Die Hoffnung ruht auf Lennart Karl und Tom Bischof, die am Mittwoch möglicherweise wieder in den Kader rücken.

Kompanys Wahl

Davies dürfte aufgrund seiner Geschwindigkeit erneut in der Startelf stehen. Rechts hat Kompany die Wahl zwischen Stanisic und Laimer. Beide zeigten in Paris Schwächen, bieten aber unterschiedliche Qualitäten. Stanisic ist defensiv solider, Laimer offensiv stärker. Die Entscheidung wird maßgeblich darüber entscheiden, ob Bayern das große Comeback gelingt.

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