Heringsangeln läutet Saisonstart am Rostocker Stadthafen ein
Saisonstart am Rostocker Stadthafen mit Party

Gleich beim ersten Versuch: Kaum hat Samuel Drews von der Rostocker Hafendommel am Stadthafen die Angel ausgeworfen, zappeln auch schon zwei Heringe am Paternoster. „Das Heringsangeln ist für uns eigentlich immer das Signal: Jetzt wird aufgebaut!“ Die Freiluft-Gastronomie am Rostocker Stadthafen startet am 1. Mai mit einer großen Eröffnungsparty in die Saison. Was geplant ist und was neu ist in diesem Jahr, erzählen die Betreiber Samuel Drews und Sascha Hofmann zwischen Angel und Containerbar.

Große Eröffnung am Stadthafen am 1. Mai

Bei der Eröffnungsparty dabei sind unter anderem die DJs des Kontrast Kollektivs. Die Party, kündigt das Team der Hafendommel an, werde wie immer bunt. „Getränke, Essen, nett beisammen sein“, erklärt Hoffmann. Jeder sei willkommen und der Eintritt selbstverständlich frei. Ab 12 Uhr beginnt es am 1. Mai mit Angeboten für die ganze Familie: Hüpfburg, Spielstationen, Kinderschminken und natürlich umweltpädagogische Aktionen der Initiative Plastikfreie Stadt.

Öffnungszeiten der Hafendommel

Vom 23. April bis zum 22. September ist die Gastronomie am Rostocker Stadthafen geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten: Montag von 17 bis 0 Uhr, Dienstag bis Donnerstag von 14 bis 0 Uhr, Freitag bis Sonntag von 12 bis open end.

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In der kommenden Saison setzt das Team inhaltlich verstärkt auf den Dreiklang Gastronomie, Kultur und Gruppenveranstaltungen. Die Gastronomie in und um die bunt besprühten Container, die mit Liegestühlen direkt an der Kaikante lockt, bleibt wie gehabt. Hier ist neu, dass jetzt auch „richtig guter Kaffee“ aus der Siebdruckmaschine im Angebot zu finden ist.

Platz für alle an der Hafendommel

Im Kulturbereich wollen die Betreiber montags wieder Jazz-Sessions ausrichten, dazu Konzerte sowie Formate wie die Silent-Disko fortführen. Außerdem sind regelmäßige Pianoabende geplant. Dafür steht ein Klavier vom Pianohaus Möller bereit. Der Platz neben der Bar bleibt auch in diesem Sommer als konsumfreier Bereich geöffnet. Dort können Initiativen und Gruppen eigene Angebote organisieren. Kicker, Yoga, Tanz und Aikido haben sich in den vergangenen Jahren etabliert. Den Raum für lokale Initiativen wollen die Betreiber der Hafendommel gern noch weiter ausbauen. Sie seien immer offen für neue Ideen. „Oft fehlt es den Initiativen nur an Infrastruktur“, meint Samuel Drews. Die wolle die Hafendommel zur Verfügung stellen.

Dank des neu geschaffenen, überdachten Bereichs am Hafen kann die Hafendommel ihr Programm um Gruppen- und Aktivangebote für Unternehmen ausweiten. Geplant sind kleine Workshops, Teambuilding-Formate mit Spielen sowie Schulungen zur Nachhaltigkeits- und Umweltbildung. Immer im Boot in dieser Sache ist der „hauseigene“ Kubus-Verein, der sich in der Vernetzung mit Initiativen wie Rostock Plastikfrei, dem fint Verein und etlichen anderen bereits als Player der Demokratie- und Nachhaltigkeitsbildung in Rostock etabliert hat.

Neu in diesem Jahr: Ein ganzer Monat Achterdeck

Auch bei den großen Festen der Stadt wird die Hafendommel vertreten sein. Zum Beispiel bei der Hanse Sail. Hier wird auch in diesem Jahr das Areal rund um die Hafendommel wieder zum „Achterdeck“. Und wie Sascha Hoffmann verrät, „verlängert“ die Hafendommel das Eventareal um drei ganze Wochen. Das Motto des „Achterdeck-Monats“: Umwelt und Freiheit zusammen denken. „Wir wollen damit die Brücke schlagen von dem Thema Umweltbildung hin zu Fragen des konkreten Miteinanders.“

Direkt im Anschluss an die Hanse Sail soll es eine Woche mit „Silent“-Formaten geben: Kino, Lesungen und Musik über Kopfhörer. „Damit sich der Kopf nach der Hanse Sail wieder ein wenig erholen kann“, so Hoffmann. Im Anschluss ist eine Demokratiewoche geplant. Kurz vor den Landtagswahlen sollen gemeinschaftsfördernde Angebote stattfinden, darunter Demokratiefrühstücke und Informationsveranstaltungen zu Wahlen, Meinungsaustausch und Dialogkultur. Danach folgt eine Themenwoche „Grüne Nachbarschaft“ zu Umweltbildung und Nachhaltigkeitsfragen.

„Es wird darum gehen, konkrete Ideen auszutauschen, wie Nachbarschaften nachhaltig gestärkt werden können“, erklärt Drews. „Dass wir alle genug Gründe haben, rumzumeckern, ist ja klar. Schön ist aber, wenn wir auch gleich die Lösung mitdiskutieren können.“

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