Im Jugendgefängnis Hahnöfersand sorgt der Fall des „White Tiger“ für Aufsehen. Der mutmaßliche Kopf eines Sadisten-Netzwerks, Shahriar J. (21), genießt offenbar besondere Privilegien hinter Gittern. Wie BILDplus berichtet, hat der Insasse gleich zwei Zellen zur Verfügung, um mehr Platz zu haben. Die Justiz begründet diese Maßnahme mit Sicherheitsbedenken.
Kopfgeld auf den „White Tiger“
Die Hintergründe sind brisant: Mithäftlinge hatten ein Kopfgeld auf Shahriar J. ausgesetzt. 24 Päckchen Tabak sollten denjenigen belohnen, der den „White Tiger“ verprügelt. Um ihn vor Übergriffen zu schützen, wurde er von der Allgemeinheit isoliert. Doch die Isolation führte zu weiteren Vergünstigungen.
Zwei Zellen für mehr Komfort
Shahriar J. bekam eine zweite Zelle, die er als Wohn- und Schlafbereich nutzen kann. Dies verschafft ihm mehr Bewegungsfreiheit und Privatsphäre, was bei anderen Insassen auf Unverständnis stößt. Die Justizvollzugsanstalt rechtfertigt die Entscheidung mit der Notwendigkeit, den Gefangenen zu schützen. Kritiker sehen darin jedoch eine Bevorzugung eines mutmaßlichen Gewalttäters.
Der Fall wirft Fragen nach der Gleichbehandlung von Häftlingen auf. Während der „White Tiger“ in relativen Luxus lebt, müssen andere Insassen mit beengten Verhältnissen auskommen. Die Diskussion um Privilegien im Strafvollzug wird dadurch neu entfacht.



