Strahlenalarm im Englischen Garten: Feuerwehr rückt an – Entwarnung
Strahlenalarm im Englischen Garten: Feuerwehr rückt an

Viel Lärm um nichts? Ein Strahlenalarm im Englischen Garten sorgte am Dienstagabend für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. Ein Passant hatte mit einem Geigerzähler eine vermeintlich erhöhte Strahlung gemessen und den Notruf gewählt. Die Behörden sperrten den nördlichen Teil des beliebten Münchner Parks ab und schickten eine Spezialeinheit der Feuerwehr. Doch nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet: Die gemessene Strahlung war völlig unbedenklich.

Hobby-Messung löst Großeinsatz aus

Ein Mann, der in seiner Freizeit die Umwelt auf radioaktive Strahlung untersucht, entdeckte im Englischen Garten nahe des Weges zum Biergarten Aumeister einen Fleck aus grauem Staub. Sein Geigerzähler zeigte einen Wert von 1,5 Mikrosievert an. Der Hobby-Messner hielt diesen Wert für alarmierend und verständigte die Polizei. Dabei handelt es sich um eine sehr geringe Dosis ionisierender Strahlung, wie Fachleute betonen. Ein Mikrosievert entspricht einem Millionstel Sievert (0,0000015 Sv).

Spezialeinheit der Feuerwehr im Einsatz

Die Berufsfeuerwehr München entsandte die Analytische Taskforce (ATF), eine Spezialeinheit, die es in dieser Form bundesweit nur achtmal gibt. Die ATF ist mit modernen Messgeräten ausgestattet, um Umweltgefahren vor Ort zu analysieren. Auch die Experten der Feuerwehr bestätigten den Wert von 1,5 Mikrosievert. „Kein Grund zur Sorge“, erklärte ein Feuerwehrsprecher. „Jeder Granitbodenbelag weist eine gewisse natürliche radioaktive Strahlung auf, die jedoch so gering ist, dass sie keine Gefahr darstellt.“

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Bei dem grauen Pulver handelte es sich vermutlich um Bauschutt, den jemand illegal entsorgt hatte. „Der Fund war völlig bedenkenlos und normal“, so der Sprecher weiter. Der Bereich um den Fundort wurde lediglich in einem Umkreis von wenigen Metern abgesperrt. Fußgänger und Radfahrer mussten kurzzeitig Umwege in Kauf nehmen. Nach einer Stunde war der Einsatz beendet, und die Spezialisten rückten wieder ab.

Entwarnung: Keine Gefahr für die Bevölkerung

Die Aufregung um den Strahlenalarm hat sich also gelegt. Die Polizei und die Feuerwehr betonten, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe. Der Vorfall zeigt, wie schnell eine falsch interpretierte Messung zu einem Großeinsatz führen kann. Dennoch ist die Vorsicht des Hobby-Messners nachvollziehbar, denn bei tatsächlich erhöhter Strahlung wäre ein schnelles Eingreifen wichtig gewesen.

Die Münchner Feuerwehr lobte die umsichtige Reaktion des Bürgers. „Lieber einmal zu viel den Notruf wählen als einmal zu wenig“, so ein Sprecher. Die Kosten für den Einsatz trägt die Stadt München.

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