Ein leicht verschmitztes Lächeln, dunkles Hemd, rote Krawatte, vor ihm eine Wasserflasche und eine Tüte einer Drogeriekette – und an seinem Körper zahlreiche Waffen: Es ist das wohl letzte Foto des Lehrers Cole Allen (31), bevor er am Samstagabend versuchte, im Washingtoner Hilton-Hotel US-Präsident Donald Trump (79) und weitere Regierungsmitglieder zu töten. US-Behörden veröffentlichten das Spiegel-Selfie aus dem Hotelzimmer, in dem sich Allen auf das Attentat vorbereitete.
Das Bild zeigt die Vorbereitungen
Aufgenommen hat der mutmaßliche Attentäter das Foto rund 30 Minuten vor der versuchten Tat. Zu sehen sind eine Munitionstasche, ein Schultergewehrholster, mehrere Messer, Pistolen und zusätzlicher Munition sowie Zangen und Drahtschneider. „Kurz darauf stürmte der Angeklagte mit erhobener Schrotflinte den Sicherheitskontrollpunkt auf der Terrassenebene des Washington Hilton“, heißt es in der Anklageschrift, aus der auch die Fotos stammen.
Die Waffen des Attentäters
Allen führte mehrere Messer mit sich, darunter ein großes Jagdmesser und ein Klappmesser. Zudem trug er eine Pistole im Holster und eine Schrotflinte, die er beim Angriff einsetzte. Die Behörden fanden auch eine Tasche mit zusätzlicher Munition und Werkzeugen wie Zangen und Drahtschneidern, die möglicherweise dazu dienten, Hindernisse zu überwinden.
Die Anklage gegen Cole Allen
Der Lehrer aus Kalifornien wurde am Montag wegen des Versuchs, den US-Präsidenten zu ermorden, des Transports von Waffen über Staatsgrenzen hinweg mit der Absicht, ein schweres Verbrechen zu begehen, und des Abfeuerns einer Schusswaffe wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Ermittler gehen davon aus, dass Allen allein handelte und keine Verbindungen zu extremistischen Gruppen hatte.
Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen
Nach dem Vorfall verschärfte der Secret Service die Sicherheitsvorkehrungen für den Präsidenten und andere hochrangige Regierungsmitglieder. Das Hilton Hotel in Washington wurde vorübergehend abgeriegelt, und alle Gäste mussten das Gebäude verlassen. Die Polizei durchsuchte das Hotelzimmer von Allen und sicherte Beweismittel.
Der Fall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Politikern in den USA auf. Experten fordern strengere Kontrollen bei öffentlichen Veranstaltungen und eine bessere Überwachung potenzieller Gefährder.



