In Hildburghausen in Thüringen sind eine Frau und ihr zehnjähriger Sohn Opfer eines rassistisch motivierten Angriffs geworden. Die beiden nigerianischen Staatsangehörigen wurden am Donnerstag nicht nur attackiert und rassistisch beschimpft, sondern auch beraubt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Hergang des Vorfalls
Nach Angaben der Polizei verfolgten ein 42-jähriger Mann und eine 25-jährige Frau zunächst den Jungen und entrissen ihm seinen Rucksack. Als die Mutter einschritt, wurde sie von den beiden Tatverdächtigen angespuckt und geschlagen. Dabei sackte sie zu Boden und erlitt schwere Verletzungen. Die Angreifer ließen erst von ihrem Opfer ab, als Zeugen den Vorfall beobachteten und einschritten. Allerdings entkamen die beiden Deutschen mit dem Rucksack der Frau, der sich Wertsachen befanden.
Ermittlungen der Kriminalpolizei
Die Mutter musste aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Polizei hat Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Zeugen berichteten zudem von rassistischen Ausrufen während der Tat. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht weiter nach Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben.
Der Angriff in Hildburghausen reiht sich ein in eine Serie von rassistisch motivierten Übergriffen in Thüringen und anderen Bundesländern. Die Behörden betonen, dass sie mit aller Härte gegen solche Taten vorgehen werden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittlungen dauern an.



