Am Landgericht Rostock hat am Donnerstag die Mutter des ermordeten achtjährigen Fabian ausgesagt. Der Junge war im Oktober 2025 aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) verschwunden und vier Tage später tot aufgefunden worden – erstochen und verbrannt. Angeklagt ist Gina H. (30), die Ex-Freundin des Vaters. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, das Kind aus Eifersucht getötet zu haben, um die Beziehung zu retten.
Mutter unter psychologischer Betreuung
Die Mutter des Jungen betrat den Gerichtssaal in Begleitung eines Notfallseelsorgers. Sie wirkte sichtlich mitgenommen und musste sich mehrfach sammeln. Ihre Aussage steht im Mittelpunkt des zweiten Prozesstages. Auch der Vater des Kindes soll in den kommenden Tagen vernommen werden.
Hintergrund der Tat
Die Ermittler gehen davon aus, dass Gina H. den Achtjährigen gezielt tötete, um einen Konflikt mit dem Vater zu lösen. Der Junge war nach der Trennung des Paares beim Vater geblieben. Die Angeklagte, die sich vor dem Gericht mit einer Mappe das Gesicht verdeckte, schwieg am ersten Prozesstag zu den Vorwürfen.
Der Prozess wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage am 28. April verlesen. Die Verteidigung kündigte an, die Vorwürfe zu prüfen. Ein Urteil wird nicht vor Sommer erwartet.
Die Mutter hofft, dass die Aussagen zur Aufklärung des Verbrechens beitragen. Sie sagte vor Gericht: „Ich will nur, dass die Wahrheit ans Licht kommt.“ Der Notfallseelsorger blieb während der gesamten Vernehmung an ihrer Seite.



