Tragödie in Leipzig: Auto rast in Menschengruppe – zwei Tote
Leipzig: Auto rammt Gruppe – zwei Tote

Leipzig steht unter Schock: Bei einer mutmaßlichen Amokfahrt in der Innenstadt sind am Montagnachmittag zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Auto war in eine Menschengruppe gerast und hatte mehrere Personen erfasst. Nach Angaben eines Stadtsprechers wurden zwei Menschen schwer verletzt. Die Polizei teilte auf X mit, der Fahrer sei festgenommen worden und von ihm gehe keine Gefahr mehr aus. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.

Oberbürgermeister zeigt sich betroffen

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) äußerte sich kurz nach dem Vorfall: „Wir haben noch nicht genau die Motivation, wir wissen nichts über den Täter.“ Die Lage sei geklärt, es bestehe keine Gefahr mehr. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach von einer mutmaßlichen „Amokfahrt“. Er sagte: „Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen. Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.“

Gespenstische Szenen am Marktplatz

Am Leipziger Marktplatz boten sich gespenstische Szenen in der Abendsonne: Zahlreiche Blaulichter waren zu sehen, ein Sichtschutz wurde aufgebaut. Etwa ein Dutzend Menschen mit Rettungsdecken um die Schultern lief über eine nahe Kreuzung. Vor einem weißen Auto, bei dem es sich mutmaßlich um das Tatfahrzeug handelt, war ein Tuch zu sehen – vermutlich bedeckt es eine der Leichen. Vor dem berühmten Lokal „Auerbachs Keller“ flatterte Absperrband. Vor dem Seminargebäude der Leipziger Universität an der Grimmaischen Straße herrschte gedrückte Stimmung. Junge Leute saßen in kleinen Gruppen auf den Stufen, viele von ihnen telefonierten. Die meisten Geschäfte in der Innenstadt waren geschlossen, nur wenige Gäste saßen vor den Cafés.

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Angespannte Stimmung auf dem Augustusplatz

Auch auf dem nahen Augustusplatz vor Gewandhaus und Oper versammelten sich zahlreiche Menschen. Sie machten Fotos und Videos und informierten sich am Handy über die Lage. Die Stimmung war angespannt. Immer wieder fuhren Krankenwagen aus der Grimmaischen Straße heraus. In dieser zentralen Straße hatte der Fahrer mit seinem Auto mehrere Menschen angefahren. Die Grimmaische Straße führt vom Augustusplatz in die Fußgängerzone bis zur Thomaskirche. In der Nähe befinden sich die Universität und die Nikolaikirche, ein zentraler Ort der Friedlichen Revolution.

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