Joe Exotic aus 'Tiger King' in Einzelhaft verlegt: Social-Media-Posts als Auslöser
Der durch die Netflix-Dokumentation Tiger King weltbekannt gewordene Joe Exotic (62) sitzt derzeit in Einzelhaft. Der Grund dafür sind Social-Media-Beiträge, die in seinem Namen veröffentlicht wurden. Die Gefängnisleitung des Bundesgefängnisses in Texas reagierte prompt auf die unerwünschten Posts und ordnete die Verlegung in die Sonderhaftabteilung an.
Bestrafung für unerlaubte Kommunikation
Laut Anwalt Peter Ticktin, der sich gegenüber TMZ äußerte, wurde Joe Exotic letzte Woche in die Einzelhaft verlegt. Ticktin bestätigte, dass die Strafe direkt mit den Social-Media-Beiträgen zusammenhängt, die für seinen Mandanten online geteilt wurden. Ob es sich um einen spezifischen Post oder mehrere Nachrichten handelte, bleibt unklar. Die Gefängnisbehörden entschieden einfach, dass ihnen die Inhalte nicht gefielen.
Die Dauer der Einzelhaft, auch als Solitary Confinement bekannt, ist noch nicht festgelegt. Das Anwaltsteam hofft auf eine Freilassung innerhalb der nächsten 15 Tage, kann jedoch keine Garantie geben. Insassen werden oft nicht informiert, wann sie aus der Isolationshaft entlassen werden. Seit der Verlegung hatte Ticktin keinen Kontakt mehr zu Joe Exotic.
Hintergrund: Von Mordkomplott zu Social-Media-Ärger
Joe Exotic verbüßt eine 21-jährige Haftstrafe, weil er versucht hatte, seine Erzfeindin Carole Baskin (60) ermorden zu lassen. Die Netflix-Serie Tiger King machte ihn und seinen privaten Tierpark in Oklahoma, den Greater Wynnewood Exotic Animal Park, international bekannt. Seine jetzige Bestrafung für Social-Media-Aktivitäten erscheint im Vergleich zu seinen früheren Vergehen deutlich harmloser.
Anwalt kämpft weiter für Freilassung
Das Anwaltsteam gibt nicht auf und versucht weiterhin, Joe Exotic aus dem Gefängnis zu befreien. Ticktin argumentiert, das ursprüngliche Urteil sei ungerechtfertigt und basiere auf Lügen sowie Meineid eines Hauptzeugen. Es gibt viele unschuldige Menschen im Strafvollzug, die dort nicht sein sollten, so Ticktin. Seit zwei Jahren bemüht sich Joe Exotic, mit bürgerlichem Namen Joseph Allen Maldonado-Passage, um seine Freiheit.
Er hat sogar Prominente wie die Kardashians um Hilfe gebeten, und eine Begnadigung durch den Präsidenten bleibt bisher aussichtslos. Dennoch bleibt das Team optimistisch. Alle notwendigen Unterlagen wurden eingereicht, aber wie bei vielen Verfahren im Justizsystem ist es ein Geduldsspiel. Ticktin betont, dass noch Hoffnung besteht, auch wenn der Weg zur Freilassung langwierig sein könnte.



