Halle Hauptbahnhof: Schlafender Fahrgast beißt und schlägt Bundespolizisten an
Am Samstag kam es am Hauptbahnhof in Halle (Saale) zu einem außergewöhnlichen Polizeieinsatz in einem Regionalexpress. Ein schlafender Fahrgast, der unter Drogeneinfluss stand, griff dabei Bundespolizisten mit Bissen und Schlägen an, was zu einer Verletzung einer Beamtin führte.
Ungewöhnlicher Vorfall in Regionalexpress
Der Vorfall ereignete sich, nachdem der Regionalexpress von Halberstadt nach Halle seinen Zielbahnhof erreicht hatte. Als alle Reisenden ausgestiegen waren, entdeckte ein Zugbegleiter bei einer Kontrolle einen 20-jährigen Mann, der in einem Waggon schlief. Trotz mehrfacher Versuche ließ sich der Fahrgast nicht wecken, woraufhin der Schaffner um 17.16 Uhr die Bundespolizei alarmierte.
Eskalation nach Weckversuchen
Eine Streife der Bundespolizei begab sich daraufhin zum Bahnsteig 12. Auch die Beamten konnten den Mann zunächst nicht wecken. Plötzlich schreckte er auf und begann, wild um sich zu schlagen. Nachdem die Polizisten ihm die Situation erklärt und sich zu erkennen gegeben hatten, griff der Mann unvermittelt an und leistete erheblichen Widerstand. Er versuchte, die Einsatzkräfte durch Kopfstöße und Beißen zu verletzen.
Festnahme und Drogentest
Erst mit Unterstützung weiterer Beamter konnte der Tatverdächtige zu Boden gebracht und gefesselt werden. Anschließend wurde er in das nahegelegene Bundespolizeirevier gebracht. Ein Drogenschnelltest ergab, dass der Mann positiv auf Kokain reagierte, was seinen aggressiven Zustand erklären könnte.
Verletzung und Ermittlungen
Durch den Widerstand wurde eine Beamtin leicht an der Oberlippe verletzt, sie konnte ihren Dienst jedoch fortsetzen. Gegen den 20-jährigen algerischen Staatsangehörigen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung. Der Vorfall unterstreicht die Risiken, mit denen Polizeikräfte im Alltag konfrontiert sind.



