Ein Lagerfeuer, ein lauter Knall, eine Stichflamme – und plötzlich liegen fünf Kinder verletzt am Boden. In Österreich explodierte am Samstagabend ein Kriegsrelikt unter einer Feuerstelle. Die Mitglieder einer Jugendfeuerwehrgruppe aus Oberösterreich hatten keine Chance, die Gefahr zu erkennen.
Fünf Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren verletzt
Die Opfer der Explosion sind zwischen 10 und 14 Jahre alt. Nach ersten Erkenntnissen kamen sie mit leichten Verletzungen davon und wurden in einer Klinik versorgt. Der Vorfall ereignete sich in St. Oswald bei Freistadt, in der Nähe eines Jugendgästehauses.
Feuerstelle bereits vorhanden – Granate unter der Glut
Die Feuerstelle war bereits vorhanden, als die Gruppe dort ihr Lager aufschlug. Doch unter der Glut lauerte die potenziell tödliche Gefahr aus längst vergangenen Zeiten. Als Polizeibeamte eine zweite Feuerstelle in der Nähe untersuchten, machten sie einen erschreckenden Fund: eine Gewehrsprenggranate. Auch sie stammte aus Kriegszeiten.
Polizei ermittelt zur Herkunft der Kriegs-Überreste
Der Feuerwehrkommandant der Jugendgruppe schilderte dem Sender ORF die dramatischen Momente. Er berichtete von einem lauten Knall und einer Stichflamme, die plötzlich aus dem Feuer schoss. Um welche Munition es sich bei der Explosion genau handelte, ist noch unklar. Eine Sprecherin der Polizei erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass derzeit ermittelt werde, wann und wie die Kriegs-Überreste an die Feuerstelle gelangten.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sichert Spuren am Unglücksort. Die genauen Umstände der Explosion sowie die Art des Kriegsrelikts werden derzeit untersucht. Die verletzten Kinder befinden sich auf dem Weg der Besserung.



