Fünf neue Deponien im Burgenlandkreis geplant – Naturschützer kritisieren
Fünf Deponien im Burgenlandkreis geplant

Im Burgenlandkreis zeichnet sich ein neuer Konflikt ab: Nach der Schließung der Deponie Nißma sollen gleich fünf neue Ablagerungsstätten für Abfälle entstehen. Während die Kreisverwaltung auf die Notwendigkeit neuer Kapazitäten verweist, laufen Naturschutzverbände Sturm gegen die Pläne.

Deponie Nißma vor dem Aus

Die derzeit einzige Deponie im Landkreis, die von der Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd betrieben wird, befindet sich in Nißma. Sie gehört der Deponieklasse II an und nimmt neben mineralischen Abfällen auch asbesthaltige Materialien aus dem gesamten Kreisgebiet auf. Nach Angaben der Kreisverwaltung steht die Anlage jedoch kurz vor ihrer Kapazitätsgrenze. Die Einlagerung von Abfällen soll im Laufe dieses Jahres enden, anschließend beginnt die Stilllegungsphase.

Fünf neue Standorte geplant

Um die entstehende Lücke zu schließen, sind im Burgenlandkreis insgesamt fünf neue Deponien geplant. Die genauen Standorte sind noch nicht abschließend festgelegt, aber es wird befürchtet, dass die Region um Weißenfels zu einer zentralen Müll-Drehscheibe werden könnte. Die Pläne umfassen sowohl kleinere als auch größere Anlagen, die unterschiedliche Abfallarten aufnehmen sollen.

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Kritik der Naturschutzverbände

Die Naturfreunde Sachsen-Anhalts und die Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) üben scharfe Kritik an den Vorhaben. Sie befürchten erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere auf Grundwasser und Boden. Zudem monieren sie, dass die Bürger nicht ausreichend in die Planungen eingebunden wurden. Die Verbände fordern eine transparente Prüfung aller Alternativen, darunter eine verstärkte Müllvermeidung und Recyclingmaßnahmen.

Hintergrund und Ausblick

Der Burgenlandkreis steht vor der Herausforderung, die Abfallentsorgung langfristig zu sichern. Während die Kreisverwaltung auf die wirtschaftliche Notwendigkeit der neuen Deponien verweist, bleibt abzuwarten, ob die Projekte nach den anstehenden Genehmigungsverfahren realisiert werden können. Die Diskussion zwischen Wirtschaftsinteressen und Umweltschutz verspricht, in den kommenden Monaten weiter an Schärfe zu gewinnen.

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