Bärenkostüm-Betrug in Kalifornien: Luxus-Auto-Versicherungstrick fliegt auf
Bärenkostüm-Betrug: Luxus-Auto-Trick fliegt auf

Bärenkostüm-Betrug in Kalifornien: Luxus-Auto-Versicherungstrick fliegt auf

Drei Gauner aus Kalifornien wollten ihrer Versicherung einen Bären aufbinden, doch beim Versuch, sich die dicke Kohle zu krallen, landeten sie vor Gericht! Da am Lake Arrowhead tatsächlich echte Bären heimisch sind, sollte ein Kostüm ihr Ticket zum Reichtum sein. Doch statt der erhofften Millionenzahlung gab es für die Truppe jetzt das Urteil wegen Versicherungsbetrugs!

Die haarsträubende Inszenierung mit dem Bärenkostüm

Ein Video aus einer Überwachungskamera, das Versicherern als vermeintliches Beweismittel vorgelegt wurde, schien am 28. Januar 2024 einen Bären in Lake Arrowhead (zehn Kilometer nördlich von San Bernardino) zu zeigen, der einen edlen Rolls-Royce Ghost (Baujahr 2010, ab 320.000 Euro) im Inneren zerstörte. Nach Angaben der Nachrichtenseite der BBC wurden am selben Tag und Ort zwei ähnliche Schadensmeldungen für zwei Mercedes-Modelle der Oberklasse (Mercedes G63 AMG, Baujahr 2015 und Mercedes E350, Baujahr 2022) bei den Versicherern eingereicht.

Diese Kratzspuren auf den Autositzen des Rolls-Royce sollten den „Beweis“ für einen Bären-Angriff liefern. Doch die Experten durchschauten die haarsträubende Inszenierung. Schon die ersten Untersuchungen belegten, dass kein Wildtier für die Beschädigungen verantwortlich war, sondern dass es sich bei dem Bären um eine Person in einem Kostüm gehandelt haben muss.

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Biologe entlarvt den Betrug

Auch ein Biologe des kalifornischen Fisch- und Wildtieramtes überprüfte das Videomaterial und entlarvte den Betrug. Er stellte fest, dass es sich bei dem angeblichen Streifzug des Bären um einen Menschen handeln musste. In einer Erklärung der kalifornischen Versicherungsbehörde hieß es: „Bei dem abgebildeten Tier handelte es sich eindeutig um einen Menschen in einem Bärenkostüm.“

Versicherungsfahnder leiteten daraufhin die „Operation Bärenkralle“ ein. Dabei wurden unter anderem auch die Wohnungen der Verdächtigen durchsucht und das besagte Bärenkostüm sichergestellt. Es wurde schnell klar, dass die Beschädigungen im Inneren der Autos nicht von einem Bären verursacht wurden.

Urteil: 180 Tage Haft und Bewährung

Die drei Betrüger Alfiya Z. (39), Ruben T. (26) und Vahe M. (32) bekannten sich im Laufe des Verfahrens des schweren Versicherungsbetrugs schuldig. Ihr Urteil: 180 Tage Haft und zwei Jahre Bewährung! Nach Angaben der Versicherer belief sich der Betrug auf rund 120.000 Euro (141.839 US-Dollar).

Der Versicherungsbeauftragte des Bundesstaates Kalifornien, Ricardo Lara, kommentierte: „Was zunächst unglaublich schien, hat sich als wahr erwiesen – und nun werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.“ Und weiter: „Die Ermittler meiner Behörde haben die Fakten aufgedeckt, diesen Betrug entlarvt und dazu beigetragen, die Angeklagten vor Gericht zu bringen.“

Diese Videoaufnahmen sollten belegen, dass es sich um eine Bärenattacke im Rolls-Royce Ghost handelte. Doch die sorgfältige Untersuchung durch Experten und die Versicherungsbehörde führte zur Aufdeckung des Betrugs und zur Verurteilung der Täter.

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