London: Brandanschlag auf jüdischen Rettungsdienst löst Entsetzen aus
Brandanschlag auf jüdischen Rettungsdienst in London

London: Brandanschlag auf jüdischen Rettungsdienst löst Entsetzen aus

Die Weltmetropole London befindet sich in einem Schockzustand nach einem nächtlichen Brandanschlag auf den Rettungsdienst der jüdischen Gemeinde. Premierminister Keir Starmer bezeichnete den Vorfall als „schrecklichen antisemitischen Angriff“ und rief zur Einheit auf. Überwachungsvideos zeigen, wie mindestens drei Unbekannte in der Nacht vier Krankenwagen des Freiwilligen-Rettungsdienstes Hatzola in Golders Green in Brand setzten.

Explosionen durch Gasflaschen

Die Feuerwehr berichtete von lauten Explosionen, die durch Gasflaschen in den Fahrzeugen verursacht wurden. Durch die Detonationen zerbarsten Fenster in einem benachbarten Wohnblock. 40 Feuerwehrleute waren im nächtlichen Einsatz, um die Flammen zu löschen. Bilder vom Tatort zeigen die ausgebrannten Reste der Einsatzfahrzeuge auf einem kleinen Parkplatz mitten in einem Wohngebiet.

Der Rettungsdienst Hatzola wird von Freiwilligen betrieben und bietet kostenlose Krankentransporte sowie Notfallhilfe an. Die Polizei teilte mit, dass der Vorfall als antisemitisches Hassverbrechen behandelt wird. Bisher gab es keine Festnahmen, und es wurden keine Verletzten gemeldet.

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Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Oberrabbiner Ephraim Mirvis bezeichnete die Tat laut Sky News als „besonders abscheulichen Angriff – nicht nur auf die jüdische Gemeinschaft, sondern auf die Werte, die wir als Gesellschaft teilen“. Premierminister Starmer rief Zeugen auf, sich bei der Polizei zu melden, und betonte, dass Antisemitismus „keinen Platz in unserer Gesellschaft“ habe.

Die neue Erzbischöfin von Canterbury, Sarah Mullally, nannte den Angriff „entsetzlich“ und erklärte, dass solche Akte der Gewalt und des Hasses in der Gesellschaft nicht toleriert werden dürfen. Superintendent Sarah Jackson von der Londoner Polizei teilte mit, dass Überwachungsmaterial ausgewertet und zusätzliche Streifen in der Gegend eingesetzt werden, um die Besorgnis der Bevölkerung zu adressieren.

Hintergrund: Antisemitische Verbrechen in Großbritannien

Verbrechen mit antisemitischem Hintergrund sorgen in Großbritannien immer wieder für Aufsehen. Ein Bericht der NGO Community Security Trust dokumentierte für das Jahr 2025 landesweit 3.700 Fälle von antijüdischem Hass. Im vergangenen Herbst hatte ein Angreifer am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur bei einem Anschlag vor einer Synagoge in Manchester zwei Menschen getötet.

Die Polizei geht davon aus, dass die Explosionen durch die Gasflaschen in den Fahrzeugen verursacht wurden. Ein Anwohner berichtete der BBC, dass seine Tochter die Feuerwehr gerufen habe und große Angst gehabt habe. Dass ein solcher Vorfall mit einem Rettungsdienst, der Leben retten soll, geschehe, sei „bezeichnend und schockierend“.

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