Bildungsministerin Prien warnt: Jungen werden immer schlechter
Prien: Jungen sind die Bildungsverlierer

Bildungsministerin Karin Prien schlägt Alarm: Jungen sind die Verlierer im Bildungssystem

Im BILD-Talk zum „Chancenmonitor“ äußerte sich Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien besorgt über die aktuelle Entwicklung der Schulleistungen. Prien betonte, dass Mädchen ihre Leistungen stabil halten oder sogar verbessern, während Jungen kontinuierlich schlechter abschneiden. Dies gehe aus den neuesten Lernstandserhebungen hervor.

Studienergebnisse bestätigen negativen Trend

Die Analyse der Daten zeigt, dass die Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern wachsen. Insbesondere in den Bereichen Lesen und Schreiben fallen Jungen zurück. Aber auch in Mathematik und Naturwissenschaften, wo Jungen früher oft besser abschnitten, holen Mädchen auf oder überholen sie. Prien warnte, dass dieser Trend nicht nur die schulische Laufbahn, sondern auch die Gesundheit und das soziale Verhalten der Jungen beeinträchtige.

Weitere Problemfelder: Gesundheit und Drogenkonsum

Die Ministerin wies darauf hin, dass die Probleme nicht auf die Schule beschränkt seien. Auch die gesundheitliche Entwicklung der Jungen gebe Anlass zur Sorge. Der Drogenkonsum unter jungen Männern steige, ebenso wie die Zahl der Schulabbrüche. Diese Entwicklung sei alarmierend und erfordere gezielte Maßnahmen.

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Forderungen an die Politik

Prien forderte eine stärkere Förderung von Jungen im Bildungssystem. Dazu gehörten mehr männliche Vorbilder in der Pädagogik, eine geschlechtersensible Didaktik und gezielte Unterstützungsangebote. Sie appellierte an die Länder, gemeinsam Konzepte zu entwickeln, um den negativen Trend umzukehren.

Der „Chancenmonitor“ ist eine regelmäßige Erhebung, die die Bildungschancen in Deutschland untersucht. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass der Handlungsbedarf groß ist.

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