Bundesmilliarden für Thüringer Hochschulen: 53 Millionen Euro für Bauprojekte und Sanierungen
53 Millionen Euro für Thüringer Hochschulbauprojekte

Bundesmilliarden fließen nach Thüringen: Hochschulen erhalten 53 Millionen Euro für Bauprojekte

Thüringens Hochschulen können sich über einen erheblichen Finanzschub aus Berlin freuen. Aus dem Bundesprogramm zur Beschleunigung von Bauvorhaben fließen bis zum Jahr 2029 insgesamt 53,42 Millionen Euro in den Freistaat. Diese Mittel stammen aus der sogenannten Schnellbau-Initiative, die wiederum Teil des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität ist. Das gemeinsame Statement des Thüringer Wissenschaftsministeriums und des Bauministeriums unterstreicht die Bedeutung dieser Investitionen für die Hochschullandschaft.

Verteilung der Fördermittel auf die einzelnen Hochschulen

Die Gelder werden gezielt auf verschiedene Bildungseinrichtungen verteilt, wobei die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena mit Abstand den größten Anteil erhält. Insgesamt profitieren fünf Hochschulen von den zusätzlichen Finanzmitteln:

  • Friedrich-Schiller-Universität Jena: Rund 34 Millionen Euro für die Beschleunigung des Campus-Neubaus am Inselplatz
  • Bauhaus-Universität Weimar: Etwa 15 Millionen Euro für Brandschutzmaßnahmen und die Umwandlung eines historischen Speicherbaus in ein modernes Fakultätsgebäude mit Laboren
  • Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar: 1,82 Millionen Euro für die Erneuerung der Brandmeldeanlage
  • Technische Universität Ilmenau: Rund zwei Millionen Euro für Sanierungsarbeiten, unter anderem in der Mensa
  • Hochschule Schmalkalden: 0,65 Millionen Euro für notwendige Dacharbeiten an der Bibliothek

Minister betonen gezielte Förderung und Standortstärkung

Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU) erklärte: „Wir investieren gezielt dort, wo der Bedarf derzeit am größten ist und bringen dadurch wichtige Bau- und Sanierungsprojekte zügig voran, stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen und schaffen zugleich bessere Rahmenbedingungen für Studierende und Beschäftigte.“ Infrastrukturminister Steffen Schütz (BSW) ergänzte, dass mit modernen Lehr- und Forschungsgebäuden optimale Bedingungen für den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Thüringen geschaffen würden.

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Nachhaltigkeit und Abbau des Sanierungsstaus als Ziele

Laut Angaben des Wissenschaftsministeriums werden mit den Fördermitteln auch Vorhaben unterstützt, die explizit auf Nachhaltigkeit abzielen. Dazu gehören Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Ein weiteres wichtiges Ziel ist der Abbau des seit Jahren bestehenden Investitionsstaus. Viele Gebäude, die nach der Wiedervereinigung entstanden sind, weisen nach drei Jahrzehnten intensiver Nutzung erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf auf.

Die Bundesmittel sollen helfen, Bauprojekte nicht nur zu beschleunigen, sondern teilweise auch vorzuziehen. Thüringen verfügt über eine vielfältige Hochschullandschaft mit vier Universitäten, einer Musikhochschule, vier Hochschulen beziehungsweise Fachhochschulen und einer Dualen Hochschule als staatliche Einrichtungen. Diese Investitionen stärken somit die gesamte Bildungsinfrastruktur des Bundeslandes nachhaltig.

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