Italienische WM-Hoffnung lebt: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra doch noch nach Nordamerika bringen
Italienische WM-Hoffnung: Fifa-Sonderregel könnte Squadra Azzurra retten

Italienische WM-Teilnahme doch noch möglich: Fifa-Sonderregel als Rettungsanker

Rom • Die Trauer in Italien nach dem erneuten Qualifikations-Aus für eine Fußball-Weltmeisterschaft war zunächst grenzenlos. Zum dritten Mal in Folge hatte die stolze Fußball-Nation die Teilnahme verpasst – und das trotz eines Rekordfeldes von 48 Nationen bei der WM 2026. Nach der bitteren 2:5-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Bosnien-Herzegowina schien für Nationaltrainer Genaro Gattuso und seine Mannschaft endgültig Schluss. Doch nun gibt es eine überraschende Wendung: Eine Sonderregel der Fifa könnte die Squadra Azzurra doch noch nach Nordamerika bringen.

Der Iran-Konflikt als Schlüsselfaktor

Der Grund für diese unerwartete Entwicklung liegt im anhaltenden Krieg zwischen dem Iran und den USA. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage ist es keineswegs ausgeschlossen, dass der Iran nicht zur WM reisen wird. Je nach Kriegsverlauf könnte dem asiatischen Land entweder die Einreise in die USA verweigert werden – oder es verzichtet freiwillig auf die Teilnahme am Turnier. Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf ließ bereits verlauten, man sei noch „weit von einer Einigung entfernt“.

Entscheidend wird nun der 13. Mai 2026. Bis zu diesem Datum muss der Iran dem Weltverband final mitteilen, ob er an der WM teilnimmt oder nicht. Sollte danach ein Rückzug erfolgen, droht dem Verband eine Geldstrafe in Höhe von 500.000 Euro. Sollte der Iran tatsächlich fernbleiben, müsste die Fifa laut Artikel 6,7 des WM-Reglements ein Ersatzteam bestimmen.

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Drei mögliche Szenarien für einen Nachrücker

Für diesen Fall gibt es drei denkbare Optionen:

  1. Ein asiatisches Land erhält den Platz: Ein ähnlicher Fall ereignete sich bereits vor 34 Jahren, als Dänemark aufgrund des Balkankrieges für das ausgeschlossene Jugoslawien nachrückte und anschließend sogar Europameister wurde.
  2. Eine zusätzliche Play-off-Runde: Die Fifa könnte eine zusätzliche Qualifikationsrunde mit vier nicht qualifizierten Nationen organisieren – zwei aus Europa und zwei aus Asien. Allerdings ist dieses Szenario aufgrund des engen Rahmenterminkalenders und der Kurzfristigkeit kaum realisierbar.
  3. Die bestplatzierte Mannschaft der Weltrangliste: Die Fifa könnte beschließen, die in der Weltrangliste bestplatzierte nicht qualifizierte Mannschaft nachzunominieren – und das wäre aktuell Italien auf Platz 12.

Italien als Wunschkandidat für hohe TV-Quoten

Viele Funktionäre wünschen sich Italien bei der WM, weil die Squadra Azzurra traditionell für hohe TV-Quoten sorgt. Zwar betonte Fifa-Boss Gianni Infantino kürzlich, dass es „Plan A“ sei, dass der Iran zur WM fahre und dass es keinen „Plan B“ gebe. Allerdings dürfte Infantino angesichts der politischen Gemengelage nicht das letzte Wort haben.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich bereits Mitte März kritisch: „Sie (Iran) sind durchaus willkommen, aber ich glaube wirklich nicht, dass es angemessen ist und empfehle es nicht – wegen ihrer Sicherheit und ihres eigenen Lebens.“

Mögliche Gruppeneinteilung für Italien

Sollte Italien tatsächlich ein Freilos erhalten, würde die Mannschaft nicht – wie im Falle einer Qualifikation über die Playoffs – auf die Schweiz treffen. Stattdessen würde die Squadra Azzurra in die Iran-Gruppe mit Belgien, Neuseeland und Ägypten eingeteilt werden. Für die italienischen Fans, die nach der Enttäuschung gegen Bosnien-Herzegowina verzweifelt waren, wäre dies eine spektakuläre zweite Chance.

Die Hoffnung lebt also weiter in Italien, während die Fußballwelt gespannt auf die Entscheidung des Iran und die möglichen Konsequenzen der Fifa-Sonderregel blickt.

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